Auf dem Umschlag des Geschäftsberichts steht – gedruckt auf hauseigenem Feldmühle-Supercote-Karton Elbe strato silber – wie der Konzern gern genannt werden möchte: „Gruppe Friedrich Flick“, Aber das ist natürlich kein juristischer Begriff, und so klärt dann der erste Satz der „Vorbemerkung“ auf: „Die industriellen Interessen der Gruppe Flick sind in der Friedrich Flick Industrieverwaltung, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Düsseldorf, zusammengefaßt“.

Diese Gesellschaft, ausgestattet mit siebenhundert Millionen Mark Aktienkapital und gesegnet mit offenen Rücklagen von mehr als einer Milliarde Mark, ist die Schaltzentrale. An ihr hängen die Beteiligungsgesellschaften, die 1982 – Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor – gut neun Milliarden Mark umgesetzt haben. Im industriellen Bereich sind das im Inland drei große Gruppen, die sich wiederum in eine Vielzahl von Gesellschaften gliedern:

  • Die Gruppe Buderus mit der Buderus AG an der Spitze und den Tochtergesellschaften Krauss-Maffei AG und Edelstahlwerke Buderus AG mit insgesamt 3843 Millionen Mark Umsatz und 20 833 Mitarbeitern,
  • die Gruppe Dynamit Nobel mit 2812 Millionen Mark Umsatz und 13 960 Mitarbeitern und
  • die Gruppe Feldmühle mit 2380 Millionen Mark Umsatz und 8536 Mitarbeitern.

Daneben gibt es eine Reihe von Beteiligungen. Darunter als bedeutendste die W. R. Grace & Co. in USA (Flick-Anteil etwa 28 Prozent), die Versicherungs-Holding der Deutschen Industrie (Flick-Anteil 86 Prozent), die ihrerseits einundfünfzig Prozent des Gerling-Konzerns besitzt, und schließlich die Daimler-Benz AG, bei der Flick auch nach dem spektakulären Aktienverkauf noch mit zehn Prozent beteiligt ist.