Zwei Lehrer der Freien Waldorfschule Würzburg vermarkten über ihren eigens gegründeten Astro-Media-Vertrieb ein Miniplanetarium und eine Sonnenuhr für Selbstbastler, um ihrer Schule aus pekuniären Nöten zu helfen. Schließlich, so klagen die Anthroposophen, zahle das Land Bayern Zuschüsse nicht fristgemäß. Klage wurde eingereicht, bis zum Prozeßausgang helfen die Erfindungen mit, ein Lehrergehalt zu finanzieren. Der „Sternenhimmel für den Hausgebrauch“ kommt als blaue Pappe, die zusammengefaßt eine Kuppel mit ausleuchtbaren Sternenbahnen ergibt, ins Haus.

Mit der „Uhr zum Miterleben des Sonnengangs“ weiß der Nutznießer genau, was die Stunde der „wahren Ortszeit“ (WOZ) schlägt – was im allgemeinen allerdings wenig weiterhilft, denn die WOZ-Uhr geht in Hamburg anders als in München. Zum Ablesen der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), dem gängigeren Zeitmaß, sind Hilfsmittel und Zusatzskala vonnöten, die Konstrukteur und Waldorfpädagoge Ezzo Reichert ausführlich im Modellbogen beschreibt. Größtes Manko der preiswerten Alternativ-Uhr: In nördlicheren Gefilden leider allzu selten zu gebrauchen. D. S.