Wachsendes Interesse für „effektive Stücke“

Während Bund und Länder bei ihren Anleihen und sonstigen Wertpapieren seit Jahren darauf verzichten, sie „ausdrucken“ zu lassen, also auch „effektive Stücke“ anzubieten, sind die Kreditinstitute bemüht, den wachsenden Wünschen ihrer Kundschaft nach Wertpapieren Rechnung zu tragen, die in Eigenverwahrung genommen werden können. Die Banken machen kein Hehl daraus, daß effektive Stücke auch dann absetzbar sind, wenn ihre Renditen unter denen gleichwertiger öffentlicher Papiere bleiben. Deshalb sind die achtprozentigen Obligationen der Vereins- und Westbank in Hamburg bemerkenswert. Sie werden zu 100 Prozent angeboten und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Rendite also acht Prozent – genau wie bei den fünf Jahre laufenden Bundesobligationen. Die Vereins- und Westbank macht darauf aufmerksam, daß die effektiven Stücke ihrer Obligationen ab Februar lieferbar sind.

Festlegungsfrist für Veba-Aktien

Das Interesse der Arbeitnehmer, Veba-Aktien im Rahmen des auf 936 Mark erweiterten Vermögensbildungsgesetz zu zeichnen, ist bisher gering. Im Rahmen dieses Gesetzes sind nur Arbeitnehmer zeichnungsberechtigt, deren zu versteuerndes Einkommen jährlich 24 000 Mark (Ledige) oder 48 000 Mark (Ehegatten) nicht übersteigt (zuzüglich 1800 Mark für jedes Kind). Im Rahmen der Höchstgrenzen erhalten Arbeitnehmer die gesetzliche Sparzulage von 23 Prozent, bei mehr als zwei Kindern 33 Prozent. Die auf diese Weise erworbenen Veba-Aktien müssen für sechs Jahre festgelegt werden, ein Punkt, an dem sich die Kritik entzündet, weil niemand übersehen kann, wie sich der Veba-Kurs in den nächsten Jahren entwickeln wird, und es auch eigentlich unzumutbar ist, jemanden zu verpflichten, an einer Aktie festzuhalten, bei der möglicherweise sinkende Kurse vorauszusehen sind. Anlageberater einiger Banken empfehlen daher Kunden, die im Rahmen des 936-Mark-Gesetzes mit dem Aktiensparen beginnen wollen, den Erwerb von Aktienfonds-Anteilen. Die Fonds haben die Möglichkeit, durch Umschichtungen in ihren Portefeuilles sowie durch die Bildung liquider Polster die Folgen rückläufiger Kursrückgänge zu mildern. Der Erwerb von Aktienfonds-Anteilen wird staatlich genauso gefördert wie die Zeichnung von Veba-Aktien.

Rückkehrwillige Ausländer erhalten Beiträge aus der Rentenversicherung zurück

Am 1. Dezember 1983 ist das „Gesetz zur Förderung der Rückkehrbereitschaft von Ausländern“ in Kraft getreten. Das Gesetz sieht Rückkehrhilfen, die Abfindung einer betrieblichen Altersversorgung, eine vorzeitige Verfügung über Spareinlagen sowie eine Erstattung der Beiträge aus der gesetzlichen Rentenversicherung vor. Die Landesversicherungsanstalt Freie und Hansestadt Hamburg weist darauf hin, daß alle bisher schon erstattungsberechtigten Ausländer den Arbeitnehmeranteil der Beiträge zur Rentenversicherung ohne die sonst übliche zweijährige Wartezeit erstattet bekommen, wenn sie dies bis zum 30. Juni 1984 bei ihrem Rentenversicherungsträger beantragen und wenn sie bis zum 30. September 1984 die Bundesrepublik auf Dauer verlassen.