Während Telex, der Fernschreiber, mit dem Telex-Netz arbeitet, nutzt Telefax, der Fernkopierer, das Telephonnetz zum Transport eines Textes. Schneller als beide arbeitet inzwischen Teletex, die elektronische Bürotext-Übertragung. Teletex geht über das Datex-Netz der Post, über Datex L (mit Leitungsvermittlung) und Datex P (mit Paketvermittlung). 64 000 Bit pro Sekunde sind da bald möglich. Teletex ist schon jetzt dreißigmal so schnell wie Telex. Auch der Bildschirmtext hinkt da nach. Dieses bisher weniger beliebte Informationssystem bedient sich wie Telefax noch der Telephonleitungen. Die Potas (Personen ohne Telephon-Anschaffungs-Absicht) behindern die Vollständigkeit dieses Systems, in dem man auch eines Fernsehgerätes bedarf. In der Schweiz wird jetzt scheinbar ein anderes System eingeführt, Teletext. Aber es hat nur einen anderen Namen, es ist Videotext, jedenfalls heißt es bei uns so. Aber nur vorläufig, denn unser Videotext soll jetzt in Fernsehtext umgetauft werden; doch es ist noch nicht sicher, ob den Rundfunkanstalten dieser Name gefällt. Während also in der Schweiz der Videotext Teletext heißt – auch in Großbritannien nennen sie dieses System Teletext –, heißt in der Schweiz unser Bildschirmtext Videotext, was deshalb ein glücklicher Umstand ist, weil bei uns ja das Wort Videotext zugunsten des Begriffs Fernsehtext verschwinden soll. Das Telex-Netz, Datex, Text Mail, intexda, und wie sie alle heißen, auch das neue Teletex, lassen kaum noch eine andere Wahl, denn „Ex-Telex“ oder „Text-Tele“ sollen von der Post schon für die kommenden ganz neuen Systeme reserviert worden sein. Auch Teletest ist nicht mehr frei: Es bezeichnet die Befragung der Televisions-Zuschauer über den Beliebtheitsgrad von Fernsehsendungen. Es gibt überhaupt keinen Grund, Teletest, Teletex, Teletext, Telex, Telefax, Videotext, Fernsehtext, Bildschirmtext und Datei irgendwie zu verwechseln, denn es handelt sich um ganz verschiedene Dinge.

H. K.