Im vergangenen Jahr mußten über 4000 Familien ihr eigenes Heim verlassen, weil sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten waren. Die Zahl der Zwangsversteigerungen kletterte von 1700 im Jahre 1980 auf über 4000 im Jahre 1983. Die Ursachen liegen in der allgemeinen Wirtschaftskrise und im hohen Kapitalzins, aber auch Ehescheidungen und falsche Beratung führen oft zu finanziellen Nöten.

Die Käufer werden immer preisbewußter. Der Anteil der Kunden, die mindestens einmal in der Woche in einem Discount-Laden groß einkaufen, ist von neun auf dreizehn Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Das Nächsten hatten die klassischen Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäfte. Ihre Anzahl hat sich seit 1966 um mehr als die Hälfte reduziert, während sich die Zahl der Supermärkte vervierfachte.

Rund 13 000 Arbeiter und Angestellte der österreichischen Steyr-Daimler-Puch AG, das sind 90 Prozent der Belegschaft, können für ein Jahr die 35-Stunden-Woche erproben. Steyr-Management und Belegschaft haben sich auf diese Form der Krisenbewältigung geeinigt (siehe ZEIT Nr. 4). Statt wie angedroht 900 müssen nur 350 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Die Kosten für das 35-Stunden-Experiment werden gedrittelt: Die Arbeitnehmer müssen einen Lohnverzicht in Kauf nehmen, ein Drittel steuert das Sozialministerium aus Arbeitsmarktsgeldern bei, und ein Drittel zahlt das Unternehmen. Diese Belastung will der Staat sogar noch mildern: Er nimmt dem Unternehmen einen Teil der bislang unverkauften Busse, Panzer und Lkw ab. pel