Kaum ist er durch die Tür, schlagen sich alle lachend auf die Schenkel, greifen zu ihren Zeitungen und zünden ihre Zigaretten wieder an. „Und warum zahlt er nicht?“ frage ich. „Warum wartet er nicht, wie jeder andere, bis er an der Reihe ist?“

Der Lehrling blickt mich erstaunt an. „Aber er kommt doch jeden Tag hierher, punkt zwölf Uhr“, sagt der alte Barbier, „und läßt sich rasieren.“

„Warum laßt ihr euch das gefallen?“ rufe ich wütend. „Warum schlagt ihr das Aas nicht tot?“

„Mischen Sie sich da nicht ein,“ sagt der Tabakhändler. „Das ist unsere Sache,“ sagt der Pfarrer. „Blöder Ausländer,“ murmelt der Mann von der Tankstelle.

Ich springe auf und laufe aus dem Laden. Auf einmal stehe ich mitten in Mailand auf der Straße, gegenüber von San Babila, mit dem weißen Latz des Dorffriseurs um den Hals. Rasender Verkehr. Ein kleiner Junge zeigt mit dem Finger auf mich, Passanten drehen sich um und lachen mich aus. Ich habe immer noch die Seife im Gesicht.

III. Die Münze

Kaugummi in den Taschen, nichts als Kaugummi, Trambahnfahrscheine, unbrauchbare Kugelschreiber, zusammengepappte Briefmarken, Milchkaramellen und Suppenwürfel ... Wissen Sie noch, Herr Unterstaatssekretär? Erinnert ihr euch, liebe Freunde?