Zeltadel: Das listige am Camping ist das Ein- und Ausladen, das Auf- und Abbauen der Heimstatt auf Zeit. Bis Zelt, Tisch, Stühle, Liegen, Luftmatratzen, Pumper, Töpfe, Teller, lassen und Kocher verstaut und dann am Ort der Erholung in Stellung gebracht sind, vergeht so manchem Bequemen die Lust am Campen. Diesen Leuten kann jetzt geholfen werden. Im "Camp-Club 18-28" steht alles bereits an Ort und Stelle. Die Camping-Urlauber buchen pauschal und finden alles Nötige am Ferienziel vor. Bis jetzt stehen allerdings erst zwei Clubanlagen auf dem Programm, ein Platz an der italienischen und einer an der jugoslawischen Adria. Das gut ausgestattete Vier-Personen-Steilwandzelt kostet für 14 Tage 555 Mark. Auskünfte: Westfälisches Reisebüro, Weiße Straße 7, 4708 Kamen.

Köchelverzeichnis: Noch mehr Deutsche sollen Geschmack an einem Urlaub in Österreich finden – darum soll das Essen im Nachbarland jenseits der Alpen besser werden. Nachdem die Gäste aus Deutschland jahrelang meist mit zwar reichlichen, aber oft langweiligen Schnitzel- und Pommes-frites-Gerichten abgespeist wurden, besinnt man sich nun auf die traditionellen österreichischen Speisen und hat den "Mehlspeis-Sommer" ausgerufen. Die Feriengäste sollen aber nicht nur genießen, sie können auch an der Entstehung der Schmankerl mitköcheln. In vielen Ferienorten lassen sich die Köche gern von "Häferlguckern" über die Schulter schauen. In Lech (Vorarlberg) beispielsweise werden von Juli bis September kostenlose Kochnachmittage veranstaltet. Der Koch eines großen Hotels verrät besondere Kniffe vor allem der leichten Küche. Wesentlich deftiger geht es bei den Knödel-Kuren in Ellmau zu. Und im Tennengau und in Rußbach werden Salzburger Nockerl und Kasnocken gezaubert. Gegen die Freßwelle schwimmt nur das burgenländische Bad Tatzmannsdorf: Dort kaufen alle Teilnehmer am "Gewinnfasten" für 36 Mark ein Los, erhalten die gewonnenen Autos, Pelze und Reisen allerdings nur, wenn sie in drei Monaten einen zehnprozentigen Gewichtsverlust nachweisen können.