Jupp, also vermutlich ein rheinischer Josef, Derwall ist der Trainer der bundesdeutschen Fußball-Nationalmannschaft Seitdem diese Mannschaft beim Turnier 1982 in Spanien nicht Weltmeister geworden ist und auch damals nicht gerade brilliert hat, fordern viele Sport-Journalisten und ein großer Teil des deutschen Fußball-Publikums immer lautstärker: Jupp muß weg. Oder soll er doch bleiben?

Pro:

1. Jupp Derwall war der Assistent Helmut Schöns, so wie Helmut Schön der Assistent Josef Herbergers war. Er war alsogewissermaßen der natürliche Nachfolger.

2. Derwall pflegt Mitbestimmung und einen freundlichen Umgangston, trinkt auch gern mit seinen Spielern ein Glas nach gehabten Mühen, ist also genau der richtige Mann für eine demokratische Ära nach den Herberger-Chef- und den Schön-Übergangs-Zeiten.

3. Am Anfang liebten alle Derwall; denn die deutsche Nationalmannschaft war unter ihm sehr erfolgreich.

4. Die Mannschaft selber ebenso wie DFB-Chef Neuberger haben wiederholt Derwall ihr Vertrauen ausgesprochen.

5. Nach ein paar Niederlagen den Trainer wechseln: das können sich Regionalmannschaften leisten; die Nationalmannschaft kann es nicht, kurz vor der Europameisterschaft schon gar nicht.