Ein schwerbewaffneter Amokschütze richtete in der Nationalversammlung der kanadischen Provinz Quebec ein Blutbad an. Drei Menschen starben im Kugelhagel seiner Maschinenpistole; vierzehn Personen wurden verletzt. Zwei Stunden nach der Schießerei stürmte eine Hundertschaft der Polizei das Parlamentsgebäude.

Neuer Präsident Ecuadors wird der Konservative Leon Febres Cordero, der den Kandidaten der bisher regierenden Sozialdemokratischen Partei in einer Stichwahl überraschend besiegte.

In Panama kam es nach den ersten Präsidentschaftswahlen in 16 Jahren zu Schießereien zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten. Nicolas Ardito Barletta, der Kandidat des Militärs, und der 83jährige Expräsident Arnulfo Anas Madrid erklärten sich beide zu Wahlsiegern.

Hildegard Hamm-Brücher, FDP-Bundestagsabgeordnete, plädierte für ein Ausscheiden der Freien Demokraten aus der Bonner Regierungskoalition. Die FDP solle nur noch von Fall zu Fall eine Unions-Minderheitsregierung unterstützen.

Reinhold Zundel, ehemaliger Sozialdemokrat und seit 1981 parteiloses Stadtoberhaupt von Heidelberg, wurde mit Unterstützung der CDU erneut zum Oberbürgermeister gewählt. Zundel erhielt im ersten Wahlgang 54,9 Prozent der Stimmen. Auf den SPD-Kandidaten Albrecht Müller entfielen 40,8 Prozent.

Anke Fuchs, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, zog ihre Bewerbung gegen Gerhard Schröder um die Spitzenkandidatur bei den niedersächsischen Landtagswahlen 1986 zurück. Der Landesvorsitzende Karl Ravens, der Anke Fuchs als Kandidatin favorisierte, will sich auf dem SPD-Landesparteitag im Juli nicht erneut zur Wahl stellen.

Hans Daniels, Bonner Oberbürgermeister und CDU-Bundestagsabgeordneter, zahlte 8 000 Mark, nachdem gegen ihn ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung ergangen war. Daniels hatte Spenden an eine staatsbürgerliche Vereinigung gezahlt, die an die CDU weitergeleitet wurden.