Erwin Ferlemann, Vorsitzender der IG Druck und Papier, sagte am 20. Mai auf dem SPD-Parteitag in Essen unter anderem:

„....Es geht uns nicht darum, irgend eine Zeitung kaputtzustreiken, sondern es geht uns darum, durch eine möglichst gleichmäßige Bestreikung quer durch die Bundesrepublik Druck auf die Unternehmer auszuüben.

Unter dieser Taktik und Strategie hat auch dieser Parteitag zu leiden... Wir haben alle möglichen Termine einkalkuliert. Aber unsere Landesstreikleitung hat diesen Termin übergangen. Das ist ein Fehler. Das gebe ich zu. ... Wir haben im nachhinein eine Korrektur vorgenommen. Ich garantiere, daß für den Raum Nordrhein-Westfalen die Bielefelder Zeitung ungestört erscheint. Ich kann ebenso garantieren, daß die Zeitung, die immerhin noch die liberalste Berichterstattung auch über SPD-Parteitage bringt, die Süddeutsche Zeitung, auch in ihrer Wochenendausgabe ungestört erscheint.

Es werden ein paar Blätter nicht erscheinen. Wer deren Struktur kennt, kann eigentlich mit uns gemeinsam gar nicht so traurig sein, daß bestimmte Kommentare erst mit Zeitverzögerungen erscheinen.“