Insgesamt 432 Milliarden Mark erlöste die Bundesrepublik 1983 im Export. Allein die Hälfte der Ausfuhr wurde von den vier Branchen Auto, Maschinen, Chemie und Elekrotechnik bewältigt.

Die Bundesrepublik stand damit nach den USA und vor Japan an zweiter Stelle in der Rangliste der führenden Exportnationen. Mit einem Anteil der Ausfuhr von über 28 Prozent an der gesamten wirtschaftlichen Leistung im Inland lag die deutsche Wirtschaft sogar eindeutig vor Japan und den USA.

Dennoch wird immer wieder vor einer nachlassenden Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb gewarnt. Wie der hohe Anteil der Einfuhr an der Inlandsversorgung bei einzelnen Warengruppen zeigt, sind solche Sorgen nicht ganz unberechtigt.

Das gilt vor allem für Büromaschinen und elektronische Datenverarbeitung, Allerdings erzielten die deutschen Hersteller trotz der harten Konkurrenz höhere Wachstumsraten als jede andere Branche.

In jedem Fall aber hat eine wenig erfreuliche Strukturverschiebung stattgefunden: Arbeiteten zu Beginn der siebziger Jahre noch 71 Prozent aller Arbeitnehmer in Branchen mit kräftigem Wachstum, so waren es zehn Jahre später nur 18 Prozent. Mehr als die Hälfte verdiente ihr Brot in stagnierenden oder gar schrumpfenden Wirtschaftszweigen. Erst wenn hier eine wirkliche Wende gelingt, wird sich auch die Lage am Arbeitsmarkt bessern. mj