Das Hamburger Druck- und Verlagshaus Gruner + Jahr – bei dem auch die ZEIT gesetzt wird – erlebt den „längsten Streik in der Geschichte“ dieses Unternehmens, wie das Management per Anzeige in der Norddeutschen Rundschau mitteilte. Überdies werde Gruner + Jahr „von einer Minderheit der Beschäftigten weitaus mehr und länger bestreikt als jede andere Druckerei in Deutschland.“

Diese Verbissenheit im Arbeitskampf ist der Geschäftsleitung unverständlich. Viele der Forderungen seien bei Gruner + Jahr bereits seit langem erfüllt, heißt es. In einer Gegenüberstellung des Verlages sieht das dann so aus:

Die IG Druck fordert: 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.

Gruner Druck hat heute schon: eine 37,5-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich für über 85 Prozent aller gewerblichen Mitarbeiter in der Produktion.

Die IG Druck fordert: eine neue tarifliche Lohnstruktur.

Gruner Druck hat heute schon: eine Effektivlohnstruktur, die die tariflich geforderte weit übertrifft.

Die IG Druck fordert: Rationalisierungsschutz.