Kabelanschluß steuerbegünstigt

Haus- und Wohnungseigentümer können die Kosten und Gebühren für den Anschluß an das Breitbandkabel der Bundespost steuerlich absetzen. Mit dieser Entscheidung antwortete das Bundesfinanzministerium auf eine entsprechende Anfrage der Bausparkasse Schwäbisch Hall (Schreiben v. 21. 5. 1984, Az.: IV B 1 – S 2211 – 34/83). Absetzbar sind danach die Kosten für den Anschluß innerhalb des Gebäudes, die einmalige Anschlußgebühr und die laufenden Gebühren. Bei Neubauten zählen die Anschlußkosten und einmalige Anschlußgebühr zu den Herstellungskosten des Gebäudes und wirken sich somit im Rahmen der Gebäudeabschreibung – zum Beispiel nach § 7b EStG – steuermindernd aus. Bei bestehenden Gebäuden sind Anschlußkosten und einmalige Anschlußgebühren Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung und können unter Umständen in voller Höhe abgesetzt werden. Die laufenden Gebühren sind regelmäßig Werbungskosten. Mieter können die Kosten und Gebühren für den Kabelanschluß nicht steuerlich geltend machen.

Bis 14 Prozent im Ausland

Obwohl sich die Stimmung auf den internationalen Anleihemärkten in den vergangenen Wochen getrübt hat, empfiehlt die Vereins- und Westbank in Hamburg ihrer Kundschaft den Erwerb internationaler Anleihen. Sie meint, daß sich weltweit eine Zinsstabilisierung abzuzeichnen beginnt. Die Bank bietet zum Beispiel an: 12 1/4prozentige American Savings. Diese Dollar-Papiere bringen bei einem Kaufpreis von 98,75 Dollar und bei Tilgung zum 15. Mai 1989 eine Rendite von 12,60 Prozent. Stückelung ab 5000 Dollar. – Bei einem Kurs von 100 Prozent bringt die 14prozentige Anleihe von Hydro Quebec in Kanada rückzahlbar am 5. Juli 1991 – eine Rendite von 14 Prozent. Auch hier beträgt die kleinste Stückelung 5000 kanadische Dollar.

Günstige Zwischenanlage

Für Sparer, die sich nur kürzerfristig binden wollen und mit ihren Zinseinnahmen einer hohen Steuerprogression unterliegen, empfiehlt die Berliner Bank 5 1/2prozentige Kassen-Obligationen der Badischen Kommunalen Landesbank. Bei einem Kurs von 97,25 Prozent bringen diese am 1.8.1986 rückzahlbaren Papiere eine Rendite von 6,60 Prozent, die sich aus einer laufenden Verzinsung von 5,40 Prozent und einem steuerfreien Rückzahlungsgewinn von 1,20 Prozent zusammensetzt. Bei einem Steuersatz von 40 Prozent beträgt die Nettorendite 4,45 Prozent oder die vergleichbare Bruttorendite 7,42 Prozent. Sie müßte bei einer anderen Anlageform erzielt werden, deren Erträge voll zu versteuern sind. Bei einem Steuersatz von 50 Prozent verringert sich die Nettorendite auf 3,91 Prozent, die vergleichbare Bruttorendite steigt aber auf 7,82 Prozent. –Zum Vergleich: Finanzierungsschätze mit zweijähriger Laufzeit bringen gegenwärtig eine Bruttorendite von 6,90 Prozent. Wer seine Ersparnisse vorübergehend in Bundesschatzbriefen parken will, kann nach zwei Jahren mit einer Rendite von 6,47 Prozent rechnen, die sich bis zum sechsten Laufzeitjahr auf 7,66 Prozent steigen.