Knack

Im Westdeutschen Rundfunk knackt es. Grund genug für WDR print, die Hauszeitung des Senders, an zuständiger Stelle nachzufragen: „Knackt’s im Westdeutschen Rundfunk?“

„Das ist ganz einfach zu beantworten“, antwortet der Betriebsingenieur Helmut Müller. „Wir müssen zur Zeit Sendungen abwickeln, haben aber nicht genug Personal dazu. Das heißt, wir müssen gewisse Schaltungen durch Schaltuhren vornehmen lassen. Und das ist genau das Problem. Bei Übernahmen von anderen Sendern, bei Zusammenschaltungen, bei Sondersendungen, sind harte Schaltungen immer schlechter, als... weiche Übergänge. Ein Techniker, der auch mal drei Sekunden früher ausblenden kann, wenn’s paßt, ist etwas anderes als exakt ausgeblendete Beiträge per automatischer Schaltung.“ Müll er weiß, was er an Menschen hat, nur: Menschen hat er nicht.

Angenehm bis 85

Ein Nachtwächter wird gesucht. Mit kräftiger Statur und Stimme, nicht gehbehindert und mit Sinn für Humor. Oder ein angenehmer Partner bis 85, vorzeigbar, für alles Schöne zu haben, kein Opatyp. Die Berliner Seniorenpost, ein Magazin für Junggebliebene, ein weder weltanschaulich noch konfessionell, gebundenes Monatsblatt, ist für die ältere Generation gedacht. Von Leserumfragen („Wie wurden Sie auf die Berliner Seniorenpost aufmerksam? – Durch Arzt- und Friseurbesuche.“) über Reisetips („Auf nach Mallorca!“), über Schlagerstars und Sternchen bis hin zu Hobby und Natur will die Zeitung über alles informieren, was im Alter interessant ist.

Auf zwei Seiten kommt die Zielgruppe selbst zum Zuge. Seit Februar 84 gibt es eine Seniorenredaktion. Sie tagt einmal die Woche, dienstags, und bringt vor allem Gedichte hervor:

„Das kleine Gänseblümchen