Von Esther Knorr-Anders

Fast zwölf Millionen Bundesbürger sind heute schon älter als sechzig Jahre. In den kommenden Jahren wird der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung weiter steigen. Damit wird auch die Zahl derjenigen zunehmen, die pflegebedürftig oder zumindest auf Hilfe angewiesen sind. Die Frage, wie dies finanziert werden kann, bereitet heute schon vielen Sozialpolitikern schlaflose Nächte.

Die Zuschüsse zu den Pflegekosten sind schon jetzt zu einer immer drückenderen Ausgabenlast im Etat der Sozialämter geworden. Neben den humanitären Überlegungen geht es deshalb auch um schwerwiegende finanzielle Probleme, wenn die Alternativen „Unterbringung in einem Alten- und Pflegeheim“ oder „ambulante Versorgung betagter Menschen in der eigenen Wohnung“ geprüft werden. Welche von beiden Lösungen ist für die öffentlichen Kassen eher zu verkraften?

Seit die Bonner Regierung das Bundessozialhilfegesetz mit Wirkung vom 1. Januar 1984 geändert hat, ist der Kampf gegen die steigenden Kosten der Altenpflege in eine neue Phase getreten. Einschneidende Änderungen für die davon betroffene Rentnergruppe hatten aber auch schon die vor einigen Jahren eingeführten „kostendeckenden Pflegesätze“. Jede Steigerung der Heimkosten ging fortan zu Lasten der Altenheimbewohner.