Zum erstenmal haben Touristen die Möglichkeit, mit Maschinen einer bundesdeutschen Charterfluggesellschaft in den Süden der UdSSR zu fliegen. Tiflis, Eriwan und Baku sollen Schwerpunkte der Besichtigungen sein.

Obgleich die Prospekte mit dem endgültigen Reiseablauf erst im Spätsommer auf den Markt kommen, erregt das Angebot komjetzt Aufsehen. Hapag Lloyd, bisher inrassischen Gefilden mit Schiffsfahrten und Städtereisen auf der bekannten „Rennstrecke“ Moskau-Leningrad vertreten, arrangiert vom 30. Oktober an je einen Flug ab München, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt mit eigenen Maschinen vom Typ Boeing 737 oder 727. Der Veranstalter rechnet mit etwa 120 Teilnehmern je Flug. Das einwöchige Programm kostet von 1330 Mark an bei Abflug ab München, ab Hamburg 150 Mark mehr. Der Flug dauert etwa vier Stunden.

Sollten die ersten vier Charterreisen nach Kaukasien erfolgreich sein, nach der Veranstalter, nicht nur den Kaukasus, sondern nicht andere russische Ziele anzufliegen. Eine Genehmigung von der staatlichen sowjetischen „Allunionsgesellschaft für Fremdenverkehr“, Intourist, zu erhalten, scheint in diesem Fall nicht schwierig zu sein. Leh