In Rheinland-Pfalz und im Saarland wurden am Sonntag, neben der Europa-Wahl, auch die Kommunal-Parlamente gewählt.

Eindeutiger Sieger in Rheinland-Pfalz waren die Grünen. Auf Anhieb erreichten sie 5,4 Prozent der Stimmen. In sämtlichen zehn Städten, in denen sie sich zur Wahl stellten, schafften die Grünen den Sprung in die Rathäuser. Die CDU sackte gegenüber 1979 landesweit um 2,1 Punkte auf 45,4 Prozent ab. Auch die SPD verlor 2,1 Punkte und landete bei 40,1 Prozent der Stimmen. Die Freien Demokraten büßten noch einmal 1,9 Punkte ein und lagen mit 5,0 Prozent hinter den Grünen.

Während die CDU in allen 13 Kreisparlamenten ihre 1979 errungene absolute Mehrheit halten konnte, verteidigten die Sozialdemokraten in den kreisfreien Städten sämtliche von ihnen gehaltenen Rathäuser und errangen erneut die absolute Mehrheit in Pirmasens, Ludwigshafen, Zweibrücken, Worms, Kaiserslautern und Speyer. Die CDU behielt ihre absoluten Mehrheiten in Trier und Koblenz.

Im Saarland wurden die Kommunalwahlen zu einem erfolgreichen Testlauf für den SPD-Spitzenkandidaten bei den Landtagswahlen im März 1985, den Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine. Mit 45,6 Prozent überrundete die SPD die CDU, die um 3,6 Punkte auf 42,2 Prozent zurückfiel. In der Landeshauptstadt Saarbrücken konnte Lafontaine die knappe absolute Rathaus-Mehrheit der Sozialdemokraten auf 51,1 Prozent ausbauen.

Für die im Saarland regierende Koalition von CDU und FDP brachten die Kommunalwahlen eine herbe Niederlage, da auch die FDP Stimmen einbüßte und nur noch auf 4,3 Prozent kam (6,5 Prozent 1979). Die Liberalen wurden auch im Saarland klar von den Grünen überrundet, die 5,3 Prozent der Stimmen erreichten. Damit haben SPD und Grüne an der Saar eine – rechnerisch – klare Mehrheit gegenüber der Regierungskoalition unter Ministerpräsident Zeyer. M. N.