• Die Jahresarbeitszeit von derzeit 261 Tagen (2088 Stunden) wird bis zum 30. Juni 1988 um insgesamt x Tage verringert und zwar in Schritten von ganzen Arbeitstagen. Der Acht-Stunden-Regelarbeitstag bei fünf Regelarbeitstagen pro Woche wird beibehalten.
  • Die Tarifparteien entscheiden im Rahmen der jährlichen Lohnrunde, welcher Anteil am Erhöhungsbetrag (real) für Reallohnerhöhungen und welcher Anteil für Arbeitszeitverkürzung verwendet werden soll. Wird in einem Jahr keine reale Erhöhung vereinbart, findet auch keine Arbeitszeitverkürzung statt.
  • Bei Unternehmen mit zwanzig oder weniger Beschäftigten, sowie bei Unternehmen mit bis zu fünfzig Beschäftigten, bei denen die Arbeitskosten mehr als fünfzig Prozent der Gesamtkosten betragen, kann durch Betriebsvereinbarung bestimmt werden, daß die freien Tage als Arbeitstage in Anspruch genommen werden; ein Ausgleich soll durch Lohnerhöhung erfolgen.
  • Überstunden werden mit Freistunden verrechnet, die zu halben oder ganzen freien Tagen zusammengefaßt werden.

Nach einer dem Vorschlag angefügten Umrechnungstabelle entsprechen fünf Tage Arbeitszeitverkürzung der 39-Stunden-Woche. Die 35-Stunden-Woche wire bei 27,5 Tagen erreicht.

In einem nur an die beiden Verhandlungsführer gerichteten Anschreiben heißt es: „Persönlich sehe ich in einer Verkürzung der Jahresarbeitszeit um rund zwanzig Tage ... und in Schritten von sieben bis zehn Tagen einen dem Diskussionsstand entsprechenden und im Bezug auf die Ausgangslage beider Seiten sachgerechten Kompromiß.“