Wirtschaft

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DIE ZEIT

Wer bezahlt?

Vernunftbegabte Militärs haben dem Lehrsatz des Generals von Clausewitz längst abgeschworen, daß Krieg die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln sei.

Präsident mit Augenmaß

Nun ist also der Wechsel in der Villa Hammerschmidt vollzogen. Während fünf Jahren war Karl Carstens dort Hausherr, ein Bundespräsident, der sich durch ungewöhnliches Augenmaß ausgezeichnet hat: Nie ist es sein Ehrgeiz gewesen, Macht auszuüben oder Politik zu machen, die laut Verfassung anderen vorbehalten ist.

Verzweiflung im Pferch

Keiner, dem sich nicht das Herz zusammengekrampft hätte angesichts der Vorgänge in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ostberlin.

Zeitspiegel

Mit drakonischer Härte will der philippinische Präsident Ferdinand Marcos die Kriminalität in den öffentlichen Verkehrsmitteln Manilas eindämmen.

Diskret und hilfreich im Hintergrund

Mögen im geteilten Deutschland Regierungen und damit auch Minister und Staatssekretäre ebenso gewechselt haben wie Parteivorsitzende oder Generalsekretäre – in den deutsch-deutschen Beziehungen gibt es seit über zwanzig Jahren eine Konstante, man könnte auch sagen, eine Institution: den Ost-Berliner Rechtsanwalt Dr.

Liberale holen Luft

Die Liberalen lassen sich gegenwärtig in zwei Lager einteilen. Im einen Lager stehen die Optimisten. Mit Martin Bangemann als rasch inthronisiertem Wirtschaftsminister und designiertem Parteichef, so sagen sie, sei endlich ein neuer Anfang gewagt.

Bayern macht mobil

Die Nordlichter verfolgten es mit Staunen: Bayern trauerte mit Franz Josef Strauß um seine Frau Marianne – spontan, theatralisch, gewaltig.

Wohin steuert Europa?

Gewiß – die Brüsseler Kasse der Europäischen Gemeinschaft läuft erst im Oktober leer. Es hätte dem Arbeitsstil des Europäischen Rates entsprochen, Finanzentscheidungen bis dahin aufzuschieben.

Was Maggie will

Natürlich ist Margaret Thatchers Stil entsetzlich. Vielen Briten gefällt er genausowenig wie den Europäern auf dem Kontinent.

Frankreich: Mitterrand im Wechselbad

Es gibt Zeiten, in denen sich alles verdichtet, Zeiten auch, in denen man Bilanz zieht. Da zählt nicht mehr die Entwicklung, sondern deren Ergebnis.

Umwelt-Kompromisse

Auf der multilateralen Umweltkonferenz in München einigten sich 31 Staaten aus Ost und West über die Minderung der grenzüberschreitenden Luftverschmutzung.

Glanzloser Nachfolger

Alessandro Natta gehört seit über vier Jahrzehnten zum engsten Führungskreis seiner Partei. eigenes Profil in der Öffentlichkeit gewann der Altphilologe aus Ligurien nur selten – 1969 etwa, als er den Parteiausschluß der linksradikalen Intellektuellen der Manifesto-Gruppe betrieb.

Jesse Jackson: Freistildiplomat im Zwielicht

Eine triumphale Heimkehr am 28. Juni beschloß die sechstägige Reise des schwarzen Präsidentschaftsbewerbers nach Panama, El Salvador, Nicaragua und Kuba – eine Reise, die Jesse Jackson als "moralische Offensive" der "militärischen Offensive" der Reagan-Regierung gegenüberstellte.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Ein Putschversuch gegen die demokratisch gewählte Linksregierung Boliviens ist gescheitert. Staatspräsident Hernan Siles Zuazo wurde neun Stunden nach seiner Entführung durch 60 rebellierende Militärs unversehrt freigelassen.

BONNER BÜHNE: Endspurt im Parlament

Schon immer war es eine Unart des Bundestages, seine Agenda beim Endspurt vor der Sommerpause derart vollzustopfen, daß ein Thema das andere erschlägt.

6 Terroristen verhaftet

In einer konspirativen Wohnung in einem Frankfurter Altbau nahmen Polizeibeamte am Dienstag sechs zum Teil seit langem steckbrieflich gesuchte Angehörige der "Roten Armee Fraktion" fest.

Der Tarifkonflikt in der Metallindustrie ist beendet. Bei den Druckem zieht sich der Arbeitskampf noch hin. Professor Kurt Biedenkopf schildert, welche Konsequenzen er aus der wirtschaftlichen Lage zieht; wie er sich als Vermittler im Druckerstreik verstand, warum er scheiterte und wie er den Leber-Kompromiß beurteilt.: Streikschlichtung: ein Scheitern, ein Erfolg

Die Mitglieder einer freien Gesellschaft müssen die Möglichkeit haben zu wählen, ob sie die gewachsene Leistungskraft ihrer Wirtschaft für eine Erhöhung der Einkommen der Arbeitenden, für die Bildung von Kapital oder für eine andere Verteilung der vorhandenen Arbeit verwenden wollen.

Wolfgang Ebert: Schurken-Rangliste

"Wenn wir nicht bis zu Herodes, Attila und Iwan dem Schrecklichen zurückgehen wollen, dann waren in der ersten Jahrhunderthälfte die Deutschen die unangefochtenen Bad Guys.

Bilder vom Tage

Der Mensch braucht Augenzeugnisse", schreibt Christian Ferber. Seine Auswahl aus dem "Archiv der Millionen Photos" des Ullstein Bilderdienstes beweist, daß schönere und eindrucksvollere Zeugnisse kaum denkbar sind.

Kriegsausbruch 1914: "Still wie in einem Sterbehaus"

Der Kriegsausbruch von 1914 ist seit einiger Zeit wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Kritische Beobachter der gespannten weltpolitischen Lage zu Beginn dieses Jahrzehnts entdeckten auffällige Parallelen zur Krise vor 1914.

Zweitstudium: Der Doktorpastor

Davon träumen viele Studenten: ohne Geldsorgen in aller Ruhe zu studieren, weil jeden Monat 5000 Mark aufs Konto gebucht werden.

"Mit Leib und Seele eintauchen"

"Ich meine, daß wir in den letzten dreihundert Jahren etwa, oder sagen wir, seit etwa Beginn der Neuzeit – Galilei, Giordano Bruno und später Newton – ausschließlich unseren Blick auf die Erklärbarkeit der Welt gerichtet haben.

Atempause am Rio de la Plata

In den Vorstandsetagen der international tätigen Banken in den Vereinigten Staaten, aber auch in der Bundesrepublik und in Japan ging eine Zitterpartie zu Ende.

Hoesch: Glanzvolles Comeback

Detlev Rohwedder, der Chef des Dortmunder Hoesch-Konzerns, konnte letzte. Woche seinen Aktionären auf der Hauptversammlung ein stolzes Ergebnis präsentieren.

Zeitliches aus Japan: Ostereier – nein danke

Die vier Beamten des japanischen Finanzministeriums waren sich einig: "Wir leben in einer Zeit, in der man gerade den kleinen Problemen des Handelsverkehrs große Aufmerksamkeit widmen muß", versicherten sie eifrig, und ihre besondere Aufmerksamkeit galt dabei einem Bericht in der ZEIT vom 4.

Österreich: Hier sind Japaner unerwünscht

Ein ungewöhnliches Schild ist derzeit in den Auslagen der renommierten k. u. k.-Hofbäckerei Demel in der Wiener Innenstadt zu lesen: "Off limits for Japanese – kein Eintritt für Japaner" steht da unmißverständlich.

Presse: Lehrgeld für den neuen Chef

Das Stammpublikum des Düsseldorfer Magazins Wirtschaftswoche war überrascht. Im Vorspann zum ersten Teil einer Serie über den Atomstrom schrieb das Blatt unter der Überschrift "Im Kern getroffen" ganz unverblümt: "Das Geschäft mit der Atomenergie wurde zu einem Flop.

Am Ende ein Plus

Kaul: Die Auswirkungen sind nicht direkt meßbar. Das einzige, was wir als Tatbestand feststellen können, ist, daß wir im Mai noch im Plus gegenüber dem Vorjahr lagen, im Juni dann etwa auf dem Vorjahresstand.

MANAGER UND MÄRKTE

Nicht genug, daß Hamburgs Umweltsenator Wolfgang Curifla das Pflanzenschutz-Werk von C.H. Boehringer Sohn an der Elbe geschlossen hat – der Ingelheimer Pharmafirma droht nun auch Klassenkeile.

Auslandsstudium: Nc-Emigranten

Einfach hat es der Numerus-clausus-Emigrant bei der Suche nach ausländischen Medizin-Studienplätzen nicht. Deutschsprachige Universitäten in der Schweiz oder Österreich lassen keine Bewerber aus der Bundesrepublik zu.

Oh widrige Tage!

Der Streik bringt es an den Tag: deutsche Journalisten leiden an Selbstüberschätzung

Die Vernunft ist der Wahnsinn

Wenn auch alle Menschen sterblich sind, so sind sie es doch nicht alle auf gleiche Weise. Manche scheinen schon beizeiten von ihrer Sterblichkeit gezeichnet, so daß ihr Tod nur einem Wechsel der Beleuchtung gleicht.

Zeitmosaik

Man liebt, oder man liebt nicht. Für diejenigen, die das Spektakel Fußball lieben, war die Europameisterschaft eine Quelle des Entzückens.

Bis es dich zerreißt

Als Herbert Achternbusch vor zwei Jahren in seinem Film "Das Gespenst" als 42. Christus eines bayerischen Klosters wie ein deprimierter Statist vom Kreuz stieg, wirbelte ein gewaltiger Sturm der Empörung in Bonner Amtszimmern und Passauer Bibelstunden fingerdicken Staub auf, der aussehen sollte wie der Rauch über Sodom.

Am Ende war das Wort

Wie hübsch, denkt man beim ersten, vergnügten Durchblättern, wie hübsch und wie wenig anstrengend diesmal. Viele bunte, oft ein bißchen verwackelte Photos, wenig Text, große Buchstaben, viel Luft dazwischen; feines Papier, ein nachtblauer Umschlag und ein richtiges Lesezeichen: Herbert Achternbuschs neues Buch "Wind" tritt auf in einer Edel-Ausstattung des Zweitausendeins-Versands.

Im Kino

"Trauma" von Gabi Kubach. – Eine Frau begibt sich in ein abgelegenes Haus an der bretonischen Küste, um eine dort verschollene Frau zu suchen.

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