Im September/Oktober 1979 veröffentliche DIE ZEIT unter der Überschrift "Geschichte aus der Dunkelkammer/Kabalen um den Reichstagsbrand/Eine unvermeidliche Enthüllung" ein vierteiliges Dossier von Karl-Heinz Janßen. Hintergrund waren die haßerfüllten Kontroversen einiger Historiker über die Schuld am Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933, die über zehn Jahre lang von dem Generalsekretär eines sogenannten Luxemburger Komitees, Edouard Calic, immer wieder angeheizt wurden. In der Ankündigung des Dossiers hieß es damals:

"Er inszeniert eine Forschungsposse mit erstklassiger Besetzung: Politiker, Professoren und Publizisten spielen mit – ob sie wollen oder nicht. Calic verwirrt die Öffentlichkeit mit fabelhaften Geschichten. Fälschungen und Intrigen drohen den guten Ruf der deutschen Geschichtsforschung zu ruinieren."

Im Juni 1981 klagte Generalsekretär Calic vor dem Landgericht Berlin gegen fünf ZEIT-Journalisten auf Widerruf verschiedener Äußerungen in der Serie, auf Unterlassung und auf Zahlung eines Schmerzensgeldes. Der Kläger wollte u. a. die Sätze aus der Ankündigung widerrufen haben. Ebenso sollte DIE ZEIT die Aussage unterlassen, Calic habe mit fragwürdigen Angaben einen Wiedergutmachungsbetrag erlangt und unter fragwürdigen Umständen einen Doktor-Titel erworben. Schließlich bestand er auf Widerruf des Satzes, das von ihm herausgegebene Buch "Ohne Maske" (angebliche Stenogramme eines Hitler-Interviews) sei eine der unverfrorensten Geschichtsfälschungen dieses Jahrhunderts.

Das Landgericht Berlin hat am 21. 12. 1982 die Klage Calics kostenpflichtig abgewiesen. Schon vorher hatte das Landgericht in einem Zwischenurteil vier Nebenklägern – dem Luxemburger "Komitee für die Erforschung der Ursachen und Folgen des Zweiten Weltkriegs", der französischen Widerstandsorganisation "Comité d’action de la resistance française dem Pariser Verlag "Opera Mundi" und einer französischen Vereinigung ehemaliger Sachsenhausen-Häftlinge – den Beitritt zum Prozeß verweigert.

Am 7. Februar 1984 schließlich hat das Kammergericht Berlin die Berufung Calics gegen das Urteil kostenpflichtig zurückgewiesen. Inzwischen ist diese Entscheidung rechtskräftig.