Die Computerexperten der westlichen Industrieländer sind sich weitgehend einig: Es war ein Sieg der Vernunft. Seit acht Jahren verhandeln sie, oft mit harten Bandagen, im Pariser CoCom, dem Koordinierungsausschuß der Industrieländer für den Ost-West-Handel, über eine neue Liste jener Computer, die strategisch von Bedeutung sind und deshalb nicht in den Ostblock ausgeführt werden sollen. Acht Jahre herrschte für Exporteure Ungewißheit, ob sie wohl eine Ausfuhrgenehmigung für Rechner bekommen würden, die man längst als Dutzendware in jedem Hongkonger Warenhaus kaufen kann. Solche Ungewißheit ist nun ausgeräumt.

Die Beamten, die in Paris verhandelt haben, sind ebenso zufrieden wie die Beteiligten und Betroffenen der Industrie. Wer sich anfangs erschreckte, daß sogar "Personal-Computer" für den Ost-Export verboten sein sollten, kann nun aufatmen. Gemeint sind nun wirklich nur solche, die strategisch bedeutsam sind, mit denen man Krieg macht und nicht etwa nur spielt. Einfachrechner sind von jedweder Genehmigungspflicht ausgeklammert. Nur das ganz Sensible wird weiter strengen Kontrollen unterliegen.

Es sieht ganz danach, aus, als hätten die Amerikaner nun auch begriffen, daß Handelshemmnisse auf das Allernotwendigste zu beschränken sind.

hff