Die Christen und der Alkohol

An die Veranstalter der in diesen Wochen überall stattfindenden Sommerfeste der Pfarrgemeinden, kirchlichen Verbände und alle Katholiken als private Gastgeber hat die Katholische Sozialethische Arbeitsstelle (KSA) der Deutschen Bischofskonferenz jetzt die Aufforderung gerichtet, ihre Feste soweit wie möglich alkohol- und nikotinfrei zu halten, auf üppige Genußmittelangebote zu verzichten, jeden Eindruck von Eßorgien zu vermeiden und den Einsatz von Videospielgeräten zu unterlassen. Der leider genußsüchtige Charakter vieler Feste, die im Einzugsbereich von Kirche und Gemeinde veranstaltet werden, sei bereits vielfach eine fraglose Selbstverständlichkeit, habe jedoch mit christlicher Feier, Freude und Fröhlichkeit nichts zu tun.

Die KSA erinnerte an das hohe Gefährdungsrruß, das durch den Mißbrauch von Alkohol, Genußmitteln und Video ohnehin schon in der Bundesrepublik existiere, jedoch trotz des immer wieder bekanntgegebenen Problemumfangs kaum ernst genommen werde. Dieser Gefährdungsgrad dürfe durch Christen nicht noch weiter erhöht werden. Solange jedoch der Erfolg von Gemeindefesten noch am Reinerlös gemessen werde, der durch verkaufte Hektoliter Bier und sonstige Alkoholika erzielt worden ist, habe man "nichts begriffen".

Für die diesjährige Ferien- und Urlaubszeit bat die KSA alle Katholiken darum, die eigenen Ansprüche an Abwechslung, Luxus und Konsum herunterzuschrauben. Die eingesparten Urlaubsgelder sollten möglichst den vielfältigen gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt werden.

(Wörtlich aus einer Pressemitteilung der Katholischen Sozialethischen Arbeitsstelle)

Kinder – oder Besenkammer?

"Kinderfreundliche Großzügigkeit geht vor." – Das deutsche Institut für Normung veröffentlichte eine Neufassung der DIN-Norm 18 011, wonach einem Kind nun acht Quadratmeter Wohnraum zur freien Verfügung zustehen sollen statt wie bisher nur sieben. Ein ganzer Quadratmeter mehr. Die Spielfläche von 2,16 Quadratmetern vergrößert sich damit beträchtlich. Außerdem sollen Räume ab jetzt "nutzungsneutral" bemessen werden, um die Wohnbedürfnisse der Zukunft befriedigen zu können. Das Kinderzimmer eignet sich dann auch als Besenkammer. Die Neufassung ist allerdings noch umstritten. "Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, durch fachlich qualifizierte Stellungnahmen die Meinungsbildung... zu fördern", teilt das Institut mit.