Feuilleton

Rettet das Buch!

Stfill wir nas vor: fa da paar Jahren smd viele fener Bacher, die im lÄeraartsil der ZET beswodsea werden, praktisch nicht mehr fctnffica.

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DIE ZEIT

Aufmarsch

Der versammelte Süden meldet sich zu Wort. Bayern grummelt nicht mehr im Solo, Baden-Württemberg hat sich in unübersehbarer Weise angeschlossen.

Prager Lehren

Der Anblick drückt einem auch dieses Mal wieder das Herz ab: über hundert Menschen, DDR-Bürger, die sich in der Prager Botschaft der Bundesrepublik verschanzt haben; die verzweifelt sind; die nicht weichen wollen, ehe sie zu uns ausreisen dürfen.

Taktik statt Strategie

Um das Überleben der eigenen Partei in den achtziger Jahren, nicht um das der Bundeswehr in den neunziger Jahren geht es den Strategen der Freien Demokraten bei ihrer Weigerung, schon jetzt einer Verlängerung der Wehrpflicht ab 1989 von 15 auf 18 Monate zuzustimmen.

Die Genossen und die Geschichte

Der Palast der Republik, in dem die DDR-Prominenz jetzt ihr Staatsjubiläum feierte, steht nicht von ungefähr an genau der Stelle, an der sich bis 1950 das Berliner Schloß befand – schwer beschädigt zwar, aber durchaus wiederherstellbar.

Ins Gutachtengrab?

Der Druck auf die Bundesregierung wächst. Wenn sie gehofft hatte, mit ihrem Stufenplan zur Einführung des Katalysator-Autos eine Art politischer Verkehrsberuhigung zu erreichen, so muß sie spätestens jetzt erkennen, daß sie das Gegenteil bewirkte.

Zeitspiegel

Der Alkoholismus ist das schlimmste Suchtproblem der Sowjetunion und nach Angaben der eigenen Statistik die dritthäufigste Krankheit; zwölf bis vierzehn Prozent der erwachsenen Sowjetbürger befinden sich mindestens einmal im Jahr in einer Ausnüchterungszelle.

Französische Ehrenlegion: Ritterschlag für den Racheengel

Böse Absicht soll es nicht gewesen sein, nur eine ärgerliche Panne: Daß zwar der israelische Botschafter, auch ein Gesandter der DDR-Vertretung bei der Ehrung im Pariser Außenministerium zugegen waren, eingeladen vom Amtschef Claude Cneysson, nicht aber, gerade nicht, ein Diplomat aus Bonn.

Rückzug wider Willen

Sogar im stilvollen Untergang möchte er seinem Mentor gleichen: Jürgen W. Möllemann hat sich, weil es denn sein muß, zum Rückzug à la Genscher durchgerungen.

Ceausescu in Bonn: Einer kommt durch

Erst sollten es drei auf einen Streich sein, die das westliche Deutschland im Herbst besuchten. Doch am Ende ist nur einer sich selbst treu geblieben, der schon seit Jahren politisch davon zehrt, daß er dem Kreml Streiche spielt: Rumäniens Staats- und Parteichef Ceausescu kommt Anfang nächster Woche in die Bundesrepublik.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Der bisherige Europa-Kommissar Karl-Heinz Narjes (CDU) und der Sozialdemokrat und Gewerkschaftsfunktionär Alois Pfeifer wurden von der Bundesregierung als EG-Kommissare für die nächsten vier Jahre nominiert.

Kohl in China: Furchen auf Neuland

Zweiseitige politische Probleme zwischen Bonn und Peking gibt es nicht – beim Besuch des Bundeskanzlers in China ging es um wirtschaftliche Fragen.

Korrektur eines Urteils

Als „Mordversuch am Wassergraben“ (ZEIT, 17. April 1981) ist diese Brokdorf-Szene berühmt geworden: Ein Polizist in Todesangst versucht, die Böschung eines Wassergrabens hinaufzuklettern; oben steht ein langhaariger Demonstrant, der seinen Holzknüppel auf den Polizisten herabsausen lassen will; seitlich daneben schwingt ein zweiter Demonstrant seinen Klappspaten.

Römisches Trommelfeuer

Wer sowohl rechts wie links steht und deshalb in keines der gängigen politischen Lager einzuordnen ist, setzt sich dem Geschrei der Vereinfacher aus: Sie halten für einen Charaktermangel, was weniger simplen Köpfen einfach der Verstand bietet.

BONNER BUHNE: Papiermüde Politiker

Immerhin, das Manifest ist kurz, nicht ganz so lapidar, wie sich das der Abgeordnete Kleinen gewünscht hatte, dem eine Seite durchaus genug gewesen wäre, aber doch nicht länger als zehn Seiten.

Korea: Verständigung zwischen den Erzfeinden?

Den nordkoreanischen Rotkreuzvertretern schien keine Mühe zu groß, den Süden zu beeindrucken. Als ein Frachter aus dem Reich Kim II Sungs mit der als Katastrophenhilfe für die Opfer einer großen Überschwemmung gedachten Ladung Beton auf Grund lief, beeilten sich die Nordkoreaner schnellstens um Ersatz.

Israel – Amerika: Bittsteller im Weißen Haus

Als müßte sich der israelische Ministerpräsident auf Zeit, Schimon Peres, vor seinem Antrittsbesuch in Washington selber Mut machen, behauptet er schlankweg: Er komme nicht als Bettler mit dem Hut in der Hand.

Wahlen als Alibi oder als Ausweg?

Das Wunder dauerte zehn Tage. Mit der unverhofften Ankündigung Nicaraguas, es werde den Contadora-Friedensplan für Mittelamerika ohne Wenn und Aber unterschreiben, schien sich plötzlich ein Ausweg zu eröffnen, und die vier anderen Vertragsstaaten – Guatemala, Honduras, El Salvador und Costa Rica – beeilten sich, ihre Bereitschaft ebenfalls herauszustreichen.

Ende einer Rundfahrt

Es passierte kurz vor Ende der Feier. Die Hamburger Barkasse „Martina“ war am Dienstag abend vergangener Woche mit 40 Teilnehmern einer Geburtstagsgesellschaft und drei Mann Besatzung im Hamburger Hafen zwischen den Schlepper „Therese“ und eine Schute geraten.

Datenschutz: Gluckenhaft überbehütet

Unbekümmert um gebotenen Datenschutz ließ der Leiter der Blankenhorn-Hauptschule im südbadischen Müllheim von seinem Rektorat zwei Karteien führen: eine für die Personalien, eine weitere fürs „Persönlichkeitsprofil“ eines jeden Schülers.

Notlandung: Blaß, aber gefaßt

Eine Boeing 737 der Lufthansa mußte am vergangenen Sonntag in Frankfurt kurz nach dem Start umkehren, weil sich ein Teil der Lauffläche eines Reifens gelöst und eine Tragfläche beschädigt hatte.

Die CSU mauert: Falsch gezählt

Für Bayerns FDP-Chef Manfred Brunner ist es ein „Skandal“, für Gerhard Merkl, den CSU-Vorsitzenden des niederbayerischen Kreises Kelheim, ein „nicht ganz alltäglicher Vorgang“.

KZ-Opfer: Entschädigt wird das Sozialamt

Hedwig Strauß war 22 Jahre alt, als die Nationalsozialisten sie 1943 ins KZ verschleppten. Ravensbrück, Bergen-Belsen und Treblinka hießen die Stationen ihrer Leiden in den folgenden Jahren.

Amtsdeutsch: Was daß der daß der daß

Spricht der Bausenator noch die Sprache des Volkes? Dies wollte Thea Bock, Abgeordnete der Grün-Alternativen Liste in der Hamburger Bürgerschaft, vom Senat der Hansestadt wissen.

Millionen Menschen sind auf die Hilfe von Blutspendern angewiesen. Besonders die Bluterkranken könnten ohne ständige Medikamentation nicht leben. Doch der Stoff, der helfen soll, ist nicht immer keimfrei. Die Gefahr, sich mit einer Transfusion eine Hepatitis oder gar Aids zuzuziehen, steigt.: Ein ganz besonderer Saft

Amerikanische Gerichte haben sich schon mit den sonderbarsten Schadensersatzforderungen befassen müssen. Die Klage aber, die Anfang Mai dieses Jahres Daniel Gallagher einreichte, ist nicht nur für die Vereinigten Staaten ein brisantes Novum.

Die Muffel mobilisieren

Es ist ein uralter Streit, ob ein Glas, das bis zur Mitte gefüllt ist, als halb voll oder als halb leer bezeichnet werden muß.

Ein unheimlicher Boom

Die Weisen lagen voll im Trend. Wohl angesteckt von der verbreiteten Stimmung, daß es mit der Zugkraft des Made in Germany auf den Märkten der Welt zu Ende gehe, mochte der Rat der Wirtschaftssachverständigen im vergangenen Herbst der deutschen Industrie im Ausland keine großen Erfolge mehr verheißen.

Europäische Gemeinschaft: Guter Fang

Betrugsfälle hat es in der Europäischen Gemeinschaft (EG) schon immer gegeben. In der Regel waren es pfiffige Einzeltäter, die sich das Gemeinschaftsrecht zu eigenen Gunsten zurechtgebogen haben: in Dänemark mit Buttercremetorten, die nur aus subventionierter Konditoreibutter bestanden; in Italien mit der Öllagerhaltung.

Bonner Kulisse

Die Erwartung, daß nach dem halbherzigen Katalysator-Beschluß des Bonner Kabinetts die Diskussion um den drohenden Tod des deutschen Waldes zu Ende gehen würde, war, wie man weiß, verfrüht.

US-Protektionismus: Lichtblick

Lob wem Lob gebührt. Diesmal gebührt es dem amerikanischen Kongreß und der Regierung. Beide haben der Versuchung widerstanden, in einem Wahljahr das Populäre zu tun und die Hindernisse für Einfuhren zu erhöhen.

Der Zug kommt

Scheinbar hat sich daran nichts geändert. Auch jetzt wird um die geplante Schließung mehrerer Ausbesserungswerke gerangelt; auch heute wollen Politiker die Bahn zu Strukturpolitik in wirtschaftsschwachen Regionen mißbrauchen; auch jetzt wirft die Eisenbahner-Gewerkschaft dem Bahn-Vorstand „personellen Kahlschlag“ vor und warnt: „Unter dem Vorwand von Sanierung wird die Bahn kaputtgespart“.

Krankenhausfinanzierung: Alles bestens?

Wer die blumigen Interpretationen der wortführenden Unionspolitiker ungefiltert auf sich wirken läßt, könnte den Eindruck gewinnen, alles werde am Ende harmonisch und bestens geregelt.

Österreich: Ein Fehler wird korrigiert

Österreichs neuer Finanzminister Franz Vranitzky will die Schäden reparieren, die sein Vorgänger Herbert Salcher im Verein mit Kanzler Bruno Kreisky hinterlassen hat.

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