Von Benedikt Erenz

Am Anfang war Robinson. Seestürme, Piraten, das Schicksal, die Natur – was vermochten sie gegen die Kraft der Phantasie? Ausgeliefert, ausgesetzt, nach Orkan und Schiffbruch wiedergeboren am Strand einer fremden Welt, in der ihm nichts gehörte, nicht einmal er selber, schuf er sich ein Eigenes: aus Muscheln Messer, aus Fellen ein Kleid, aus einem wüsten Urwald einen Ort, eine Heimstatt, schließlich eine Heimat.

Robinson Held, Robinson Erfinder, Robinson Schöpfer.

Es war der erste definitive Schritt zur Entmachtung Gottes. Robinson nahm sein Schicksal, die Natur, selbst in die Hand. Dann, ein Jahrhundert nach Defoe, begann Robinson auch seine Seele in Besitz zu nehmen; Freuds Expeditionen waren der – vorläufige – Abschluß einer allmählichen, umfassenden Kartographierung auch der letzten unentdeckten Inseln in uns. Blieb Gott noch das Wort.

„schim schanflang war das wort schund das wort war blei

flott schund flott war das wort schund das wort schist

fleisch gewlorden schund schat schunter schuns gewlohnt