Haftpflichtrisiken

Verschuldet der Unternehmer oder ein Mitarbeiter einen Körper-, Sach- oder Vermögensschaden, ist er zum Schadenersatz verpflichtet. Deshalb raten Versicherungsexperten der öffentlichen Versicherer zum Abschluß einer Betriebshaftpflichtversicherung. Sie befriedigt berechtigte Ansprüche bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssummen und weist unberechtigte Forderungen ab, notfalls in einem Gerichtsverfahren im Namen des Versicherungsnehmers, aber auf Kosten des Versicherers. Bei Arbeitsunfällen befaßt sie sich außerdem mit Regreßansprüchen der Sozialversicherungsträger. Versicherungsschutz besteht im Rahmen des Versicherungsvertrages bei Schäden, die von der Betriebsstätte und/oder der betrieblichen Tätigkeit herrühren.

Arbeitszimmer

Bisher haben die Finanzämter ein steuerlich relevantes häusliches Arbeitszimmer meist nicht anerkannt, wenn jemand außerhalb der Wohnung einen Arbeitsplatz hatte. So konnten viele abhängig Beschäftigte die Kosten für das Arbeitszimmer meist selbst dann nicht als Werbungskosten steuerlich absetzen, wenn sie nachweislich Arbeit mit nach Hause nahmen. Dagegen können die Betroffenen jetzt nach Angaben der Bausparkasse Schwäbisch Hall Einspruch einlegen. Die Oberfinanzdirektion Düsseldorf hat nämlich in einer Verfügung vom 8.6.1984 (Az.: 1984-S 2354 A-St 121) unter anderem zu dieser wichtigen Frage eindeutig Stellung bezogen. Wörtlich heißt es in der Verfügung: „Hingegen ist grundsätzlich nicht von ausschlaggebender Bedeutung, ob das Arbeitszimmer nach der beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen erforderlich ist, insbesondere außerhalb der Wohnung ein ausreichender Arbeitsplatz zur Verfügung steht.“ Auf jeden Fall muß das Arbeitszimmer aber so gut wie ausschließlich beruflich genutzt werden. Anhaltspunkte dafür sind: Es muß genügend anderer Wohnraum vorhanden sein, das Arbeitszimmer muß von den übrigen Räumen durch eine Tür abgetrennt sein und es darf sich auch nicht um ein Durchgangszimmer handeln.

Planungskosten

Die Kosten für den Architekten, Statiker etc. eines ursprünglich geplanten, aber nicht errichteten Gebäudes können in voller Höhe zu den Herstellungskosten eines später tatsächlich errichteten anderen Gebäudes gehören, entschied der Bundesfinanzhof in einem jetzt veröffentlichten Urteil (BFH in BB 1984, 556). Das gilt auch in den Fällen, in denen die ursprüngliche Planung nur teilweise bei der Fertigstellung des Objektes berücksichtigt wurde. Nach Ansicht des BFH genügt es, daß der Bauherr aus den ursprünglichen Bauplänen Erfahrungen in irgendeiner Form bezüglich Planung und Errichtung gesammelt hat. Damit, so stellt die LBS Münster/Düsseldorf in einer Kommentierung dieses Urteils fest, sind diese ursprünglichen Planungskosten entweder im Rahmen der Sonderabschreibung oder über die lineare bzw. degressive Abschreibung als Werbungskosten absetzbar.