Angesichts des geplanten Anschlags auf die Autofreiheit veröffentlichen wir das Freiheitsbekenntnis eines deutschen Autofahrers:

Was bedeutet uns Deutschen die Freiheit? Die Freiheit ist unser höchstes Gut und bedeutet, daß wir auf unseren Autobahnen mit Tempo 200 fahren dürfen. Wenn es um die Freiheit geht, liegt unser Land ganz vom, sogar weit vor Amerika, wo die Autofreiheit bei rund 90 km/h aufhört, was dem Freiheitsbegriff geradezu Hohn spricht.

Unsere Freiheitsliebe ist geradezu sprichwörtlich. Für die Freiheit würde man hier bis zum letzten Benzintropfen kämpfen. Vielleicht würde ein Deutscher sogar gegen die Diktatur eines Tempo-Limits auf die Barrikaden steigen und zum Revolutionär werden. Für die Autofreiheit sind wir sogar bereit, unseren letzten Baum zu opfern.

Glücklicherweise sind wir das einzige Land, in welchem die Autofreiheit sogar in der Verfassung verankert ist. Heißt es doch im Grundgesetz Artikel 2a: „Jeder Bürger hat das Recht auf Entfaltung seiner fahrerischen Persönlichkeit. Die Autobahnfreiheit ist unantastbar.“ Auch bei einer möglichen Wiedervereinigung muß gelten: Autofreiheit geht vor Einheit.

Allerdings ist unsere Autofreiheit immer gefährdet und muß gegen die Feinde der Freiheit mit Klauen und Zähnen verteidigt werden. Wer sie uns nehmen will, beraubt uns des Rechts, die Strecke Hamburg-München in fünf Stunden zu meistern. Aber womöglich auch, den Heldentod am Steuer sterben zu dürfen. Übrigens: Von den am Auto sterbenden Bäumen spricht alle Welt. Wer aber spricht von den Autofahrern, die an im Wege stehenden Bäumen gestorben sind?

Die Ziele der Feinde unserer Autofreiheit sind klar: Indem sie uns unsere Autofreiheit nehmen, zerstören sie unsere freiheitliche Wertordnung, die auf dem Prinzip Tempo, Tempo beruht.

Selbst in Bayern, dem letzten Hort der Freiheit, werden Stimmen gegen die Autofreiheit laut. Es handelt sich vorwiegend um radikalisierte Waldbesitzer, die ihren Wald vor angeblich sterbenden Bäumen nicht mehr sehen. Echte Konservative hingegen scheuen sich nicht, angesichts der notwendigen Kontrolle eines Tempo-Limits von einem drohenden „Überwachungsstaat“ zu sprechen.