Da Gott nicht alles allein machen wollte, schuf er Mütter", sagt ein deutsches Sprichwort. "Mit dem Kinde zugleich bildet die Mutter ihr heiligeres Ich", schreibt Jean Paul. "Daß sie sich ganz vergißt und leben mag nur in den andern", meint Goethe. "Gott hat bei der Frau das Geniale ins Herz gelegt", schreibt Lamartine. "In der Frau liegt der Trieb, ein Heim zu schaffen und auszuschmücken für sich und für die, die sie lieb hat", erklärt ein Dr. M. Quack.

Und das ist sie: pk=(ta/tm)*PBAT±Ci+Ps

die deutsche Mutter und Hausfrau, soviel ist sie wert, allerdings nur als tote Hausfrau und Mutter. Professor Kurt Landau hat sie auf diese Formel gebracht. Er ist Arbeitswissenschaftler und Haushaltstechnologe an der Universität Hohenheim in Stuttgart.

Ihr monetärer Wert nach ihrem Ableben, verursacht durch einen nicht selbst verschuldeten Verkehrsunfall, hat sich auf einer Verhandlungsbasis zwischen null und 3500 Mark monatlich eingependelt, gemessen an dem monatlichen Einkommen einer entsprechend ausgebildeten Familienpflegerin, gemessen an der Zahl und dem Alter ihrer Kinder, gemessen an ihrem Arbeitsaufwand – und doch nicht gemessen an alledem.

Denn wir wissen ja, daß eine Mutter und Hausfrau aus Liebe vor allem, aber eben gratis, für ihre Familie kocht, putzt, wäscht, hinterherräumt, für ihn das Auto zum TÜV bringt, die Schularbeiten der Kinder beaufsichtigt und weder auf Gehalt noch auf feste Arbeitszeiten, Urlaub oder Beförderung Anspruch hat, denn sie ist wahrhaftig mit ihrem Beruf verheiratet. In diesem Sinne bleibt sie unbezahlbar.

Warum aber hat Professor Kurt Landau dennoch ausgerechnet, daß Hausfrau plus Mutter mit dem x-Wert Kinder und hochgerechnet auf bis zu 50 Wochenstunden bei etwa 3500 Mark monatlich liegen kann? Er verriet es, über Maultaschen gebeugt, beim gemeinsamen Mittagessen mit Journalisten: Um Lohn für Hausarbeit gehe es ihm nicht. "Das, ehrlich gesagt, nein, und macht mir als Pascha noch ein bißchen Kopfweh! Wer soll das denn auch bezahlen?"