(24) Wasser im Wein

Unter den zahlreichen möglichen Manipulationen bei der Weinherstellung gilt das Hinzufügen von Wasser, das Panschen“, als die übelste – zu Recht?

Pro:

1. „Viele Weine an Mosel, Saar und Ruwer sind so sauer, daß ihre Produktion längst hätte ein- oder auf bessere Qualitäten umgestellt werden müssen. Statt dessen aber werden vor allem die Tafelweine seit Jahrzehnten mit Hilfe von Zucker und Leitungswasser ‚naßverbessert‘. Mehrere Versuche, diese Art Weinpanscherei ... abzustellen, sind am Widerstand der Weinlobby gescheitert“ (Arbeitsgemeinschaft der Verbraucher).

2. Wasser in den Most oder in den Wein zu gießen, ist durch Gesetz verboten und wird folgerichtig schwer bestraft.

3. Wein durch Wasser zu verlängern, ist Betrug. Der Kunde, der allein für Wein zu zahlen glaubt, zahlt auch für Wasser.

4. Wenn der Verbraucher dann selber sich seinen Wein mit Wasser oder wie auch immer verdünnt („Schorle“) – dann ist das seine Sache.