Die Bundesbürger verbrauchen wieder mehr Energie: In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat der Primärenergieverbrauch um gut fünf Prozent zugenommen. Den größten Zuwachs verzeichnet, so der Gesamtverband des Deutschen Steinkohlebergbaus, die Kernenergie mit einem Plus von 40,9 Prozent. Damit ist der Anteil der Kernenergie am Gesamtverbrauch um fast zwei Prozentpunkte auf 7,5 Prozent gestiegen. Die Ursache: Vier Kernkraftwerke sind neu ans Netz gegangen beziehungsweise wieder eingeschaltet worden. Aber auch der Erdgasverbrauch hat um knapp neun Prozent und die Nachfrage nach Steinkohle um rund acht Prozent zugenommen. Beim Mineralöl betrug der Zuwachs 1,3 Prozent. Der Anteil des Erdöls am Gesamtenergieverbrauch ging damit um 1,7 Prozent zurück.

Handwerk hat goldenen Boden – diese alte Weisheit bestätigen jetzt die neuen Zahlen vom Bundeswirtschaftsministerium. Demnach beschäftigen die Handwerksbetriebe heute im Vergleich zum Vorjahr knapp 23 000 Arbeitnehmer mehr. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Beschäftigten im Handwerk bei 3,9 Millionen. Im Jahr zuvor waren es noch 1,7 Prozent mehr gewesen.

Die DDR-Regierung will verhindern, daß zu viele private Handwerksbetriebe in für die Versorgung wichtigen Bereichen geschlossen werden. Gerade in letzter Zeit haben etliche Bäcker in der DDR ihre Betriebe aus Altersgründen zugemacht, was zu örtlichen Engpässen geführt hat. Die Zahl der privaten Handwerksbetriebe in der DDR ging bis Ende 1982 auf 82 799 zurück, berichtet das Informationsbüro West in Berlin. Im letzten Jahr gab es nur noch 110 000 Handwerker, die in solchen Betrieben arbeiteten. Vor dreißig Jahren waren es einmal mehr als 320 000.

In der EG ist die Zahl der Arbeitslosen von August bis September um 330 000 auf insgesamt 12,7 Millionen gestiegen. Nach einer Brüsseler Statistik entspricht das einer Quote von 11,3 Prozent.

U. R.