Neuer Schlag gegen das Bauherrenmodell

Der Bundesfinanzhof hat in einem erst jetzt veröffentlichten Urteil die Chancen, mit Hilfe von Verlustzuweisungen Steuern zu sparen, erheblich eingeengt. Davon ist in erster Linie die Abschreibungsbranche betroffen. Möglicherweise bedeutet dies sogar das "Aus" für das Bauherrenmodell. Voraussetzung für die Verlustzuweisung ist nämlich künftig die Absicht, auch tatsächlich Gewinne zu erzielen. Das ist nach Meinung der Richter am Bundesfinanzhof bei den Bauherren-, Bauträger-, Erwerber- und ähnlichen Modellen nicht ohne weiteres der Fall. Denn bei ihnen dauert es häufig ein Jahrzehnt und länger, ehe Gewinne erzielt werden können-wenn überhaupt.

Niedrigere Hypothekenzinsen

Die Realkreditinstitute haben in den letzten Wochen ihre Hypothekenzinsen weiter gesenkt. Sie konstatieren jetzt eine wachsende Nachfrage nach Langzeithypotheken und können entsprechende Wünsche erfüllen. So bietet die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank (DG HYP) Darlehen mit 15jähriger Festschreibung zu 8,25 Prozent an. Zehnjährige Hypotheken kosten 8,20 Prozent bei jeweils 100 Prozent Auszahlung. Die DG HYP ist wie einige andere Institute in der Lage, im begrenzten Umfang den Zins über die gesamte Laufzeit des Darlehens festzuschreiben.

Auch Gerling mit Sparplan

Der Gerling-Konzern nimmt den Fehdehandschuh auf, den die Banken der Versicherungswirtschaft mit ihren Sparplänen unter Versicherungsschutz hingeworfen haben. Er bietet den "Gerling-Sparplan mit Risikoschutz" an, der 5 bis 15 Jahre läuft. Dieser wird grundsätzlich mit einer Risiko-Lebensversicherung kombiniert, aus der im Todesfall während der Vertragsdauer eine Summe in Höhe des angestrebten Sparzieles fällig wird. Vorgesehen sind regelmäßige Einzahlungen in den Gerling-Rendite-Fonds. Der Plansparer kann jederzeit bei Bedarf ohne Wartezeiten oder Zinsabzug die Fondsanteile veräußern und so die angesparte Summe ganz oder teilweise liquide halten, ohne den Vertrag kündigen zu müssen. Die Risikoversicherung wird nicht mit fallendem, sondern mit einem während der gesamten Vertragsdauer gleichbleibenden Versicherungsschutz angeboten – im Unterschied zu den bisher bekannten Kombinationen der Sparpläne der Kreditversicherung. Die Risikoversicherung kann jederzeit in eine Kapitalversicherung umgewandelt werden. Gerling hält seinen Sparplan besonders geeignet für einen jüngeren Personenkreis, weil hier einmal eine rentable kurz- bis mittelfristige Kapitalbildung entsteht und zum anderen über die Risikoversicherung der Einstieg in eine Alters- und Hinterbliebenenversorgung durch die Lebensversicherung erleichtert wird.