Gegenwärtig unterhält die Deutsche Bundespost ein System von Spezialnetzen für unterschiedliche Dienste.

1. Das Fernsprechnetz. Hier wird natürlich telephoniert, werden mit Hilfe spezieller Zusatzeinrichtungen auch andere Dienste angeboten (zum Beispiel Bildschirmtext, Telefax).

2. Das Integrierte Fernschreib- und Datennetz (IDN = Integrated Data Network). Darüber laufen Telex (Fernschreiben), Teletex (Bürofernschreiben), Datex (Datenfernübertragung) und später Telefax (Fernkopieren).

3. BIGFON (Breitbandiges Integriertes Fernmelae-Orts-Netz). Ein begrenztes Versuchsnetz, in dem neben den genannten Diensten auch Bildfernsprechen und Videokonferenzen möglich werden.

4. Funknetz und Gemeinschaftsantennen-Anlagen für Hörfunk und Fernsehen.

Die Deutsche Bundespost plant, diese vier Bereiche in drei Schritten in ein alles umfassendes breitbandiges – das heißt: den schnellen Transport von extrem vielen Daten besorgendes – Universalnetz zusammenzuführen. Der schon vorbereitete erste Schritt bringt das Telephonnetz und das IDN im sogenannten ISDN zusammen. ISDN heißt: Integrated Service Digital Network, in deutscher Sprache: ein die (entsprechenden) Dienste integrierendes digitales Fernmeldenetz.

Im zweiten Schritt sollen, nach 1990, auch Bildfernsprechen und Videokonferenzen im integrierten Netz möglich werden. (Schon jetzt wird ein spezielles Videokonferenz-Versuchsnetz aufgebaut.) Dann muß das Netz jedoch allmählich breitbandig werden, weil bewegte Bilder zu übertragen sind, was bedeutet: eine riesige Datenfülle.

Schließlich, im letzten Schritt, nimmt das, aus Glasfasern bestehende, Universalnetz noch Fernsehen und Hörfunk auf. Damit würde die gegenwärtig von Postminister Schwarz-Schilling vorangetriebene Verkabelung mit Kupferkoaxial-Kabeln (BK-Netz) überflüssig.