Die UN-Konvention zum Seerecht wurde am 10. Dezember 1982 zur Zeichnung ausgelegt. Die Zeichnungsfrist läuft am 9. Dezember 1984 ab. Auch danach können Staaten der Konvention beitreten; sie erhalten aber keinen Sitz in der Vorbereitungskommission, die noch Einzelheiten des Vertragstextes aushandeln soll.

In 320 Artikeln regelt die Konvention:

– den internationalen Seeverkehr

Die Hoheitsgewässer der Küstenstaaten werden auf zwölf Seemeilen (22,2 Kilometer) ausgedehnt. Die Schiffe sämtlicher Staaten haben das Recht, diese Hoheitsgewässer zu passieren, wenn dies in friedlicher Absicht geschieht und bestimmte Rechte des Küstenstaates, insbesondere auch beim Umweltschutz, beachtet werden.

– die wirtschaftliche Nutzung des Festlandssockels

Jeder Küstenstaat hat Anrecht auf eine ausschließlich ihm zustehende Wirtschaftszone von 200 Seemeilen vor seiner Küste. Rund neun Zehntel aller Fischvorkommen sowie die ausbeutbaren Ölvorkommen werden damit den jeweiligen Küstenländern zugeschlagen. Die Bundesrepublik gehört wegen ihrer Küstenlinien zu den von dieser Regelung benachteiligten Ländern. Sie ist daher darauf angewiesen, Zugang zu den exklusiven Wirtschaftszonen anderer Länder, insbesondere für den Fischfang, zu suchen.

– die Ausbeutung der Bodenschätze auf dem Meeresgrund der Tiefsee