Seit 1942 bildete die jüdische Untergrundorganisation Haganah Einheiten aus, die hinter den feindlichen Linien abspringen und die örtlichen Jugendgruppen der Zionisten in den bewaffneten Widerstand gegen die Deutschen und deren Verbündete führen sollten. In der Palmach (Elitetruppe der Haganah) wurde eine deutsche Sektion aufgebaut, zusammengetrommelt aus Juden, die darauf trainiert wurden, in die Rolle von deutschen Soldaten zu schlüpfen, um hinter den Linien tätig zu werden. Sie sollten sogar zwecks Sabotage in die Wehrmacht einsickern. So traf Gad Beck, Leiter des jüdischen Untergrunds, in Berlin, im August 1944 in Augsburg mit dem jüdischen Fallschirmjäger Joel Palgi zusammen.

Die Fallschirmjäger-Einheiten umfaßten 170 Mann. 32 von ihnen kamen zum Einsatz, 12 davon in Kriegsgefangenschaft, sieben wurden erschossen. In Italien und Ungarn wurden die Palmach-Kommandos gefaßt, bevor sie aktiv werden konnten. In der Slowakei konnten sie in den Aufstand vom Oktober 1944 eingreifen. Drei Fallschirmjäger wurden zusammen mit Tausenden von Aufständischen erschossen. Die Nationalheldin dieser Palmachkämpfer ist die junge Zionistin Hannah Sennesch, die in Ungarn gefallen ist.