Erzbischof Fresno von Santiago warnte in einer Predigt die chilenische Regierung vor weiteren Gewaltakten gegen die Bevölkerung, nachdem die Polizei eine große Zahl von Oppositionellen in einem Fußballstadion in Santiago zusammengepfercht hatte. Nach Fresnos Predigt kam es vor der Kathedrale zu einer Schlägerei zwischen Anhängern und Gegnern Pinochets.

Arturo José Cruz, Chef der bürgerlichen Opposition in Nicaragua, forderte die Vereinigten Staaten auf, dem neugewählten sandinistischen Präsidenten Daniel Ortegä eine "Gnadenfrist" zu geben; Washingtons scharfer Kurs gegen die Sandinisten schade den nicaraguanischen Demokraten.

Abdel Hamid Bakusch, libyscher Oppositionspolitiker, entging im ägyptischen Exil dem Mordanschlag einer von Libyen gesteuerten Attentätergruppe. Ägyptens Präsident Hosni Mubarak behauptete nach der Festnahme der Attentäter, er habe Beweise über Mordpläne Livon Saudi-Arabien.

Julius Nyerere, Präsident von Tansania und neuer Präsident der Organisation für Afrikanische Einheit, forderte die afrikanischen Staaten auf, ihre Auslandsschulden nicht zu bezahlen, solange die Gläubigerländer nicht einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung zustimmen.

Bei einer erneuten Razzia in der südafrikanischen Township Sebokeng nahm die Polizei 2300 schwarze Arbeiter fest. 2000 von ihnen wurden wegen Bagatellvergehen zu Geldstrafen verurteilt.

Dimitri Ustinow, sowjetischer Verteidigungsminister und Politbüromitglied, ist seit dem 27. September aus der Öffentlichkeit verschwunden. In Moskau gibt es Gerüchte über einen Schlaganfall des 76jährigen Politikers.

Andrej Sacharows in Amerika lebende Stieftochter hat einen kurzen Brief ihrer Mutter Jelena Bonner und ein Photo des Ehepaars Sacharow/Bonner erhalten – erstes sicheres Lebenszeichen seit Monaten.