Die Sparpläne der Deutschen Bank – kombiniert mit dem Abschluß einer Risikolebensversicherung – haben großen Anklang in der Kundschaft gefunden. Das läßt andere Banken nicht ruhen.

Die deutschen Kreditinstitute sind in den Wachstumsmarkt der Lebensversicherer eingebrochen. Den Vorreiter machte die Deutsche Bank, die es sich leisten konnte, den Unmut der mächtigen Versicherungskonzerne, die ja ihre Kunden sind, auf sich zu ziehen. Inzwischen sind die meisten anderen Kreditinstitute gefolgt. Sparpläne mit und ohne Versicherungsschutz gibt es in zahlreichen Variationen. Wie sehr diese von der üblichen kapitalbildenden Lebensversicherung abweichen, wird erst beim genauen Studium der Vertragsbedingungen deutlich.

Darüber, daß es angesichts der desolaten Verfassung der Rentenvericherungsträger immer notwendiger wird, für die Altersversorgung ein "zweites Bein" zu schaffen, braucht nicht diskutiert zu werden. Der jetzt von der Dresdner Bank angebotene Sparplan wird deshalb nicht ohne Grund "Pensions-Sparplan" genannt. Er ist als erweiterte Altersversorgung gedacht.

Die Dresdner Bank wendet sich mit ihm besonders an Besserverdienende, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von derzeit 62 400 Mark jährlich liegt. Der Einkommensteil, der diese Grenze übersteigt, bleibt bei der Rentenberechnung unberücksichtigt.

Wer nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben nicht allzusehr zurückstecken will, muß eine entsprechende Vorsorge treffen. Bisher bot sich dafür die herkömmliche Lebensversicherung an. Die für sie zu zahlenden Prämien können im Rahmen der für Sonderausgaben geltenden Höchstbeträge steuerlich abgesetzt werden. Das ist bei den Einzahlungen auf die Banken-Sparpläne nicht der Fall, ein Nachteil, der heute deshalb kaum noch ins Gewicht fällt, weil die Sonderausgaben in der Regel bereits von den Sozialversicherungsbeiträgen voll ausgefüllt werden.

Beim Pensions-Sparplan der Dresdner Bank verpflichtet sich der Kunde, regelmäßige Einzahlungen zu leisten. Wer in seine Altersvorsorge den Anstieg der Lebenshaltungskosten einbeziehen will, kann sich für eine "Dynamisierung" seines Sparplans entscheiden, was nichts anderes als eine jährliche Anhebung der Sparraten von drei oder fünf Prozent bedeutet.

Da die Zinsen des jeweiligen Sparguthabens als Einkommen verzinst werden müssen, was bei einer traditionellen Lebensversicherung nicht der Fall ist, "kostet" der Sparplan mehr als nur die jährlichen Raten. Das ist der Grund, warum die Dresdner Bank einen Teil der einzuzahlenden Beträge in Anteilen ihres Immobilienfonds anlegt, bei dem zumindest die Wertsteigerungen steuerfrei bleiben. Neben dem Grundwert-Fonds der Dresdner Bank wird auch deren Rentenfonds mit Beiträgen aus den Sparplänen gespeist. Nur die Hälfte reserviert die Bank für sich als Spareinlage.