Mit 16,7 Millionen Einwohnern (Bundesrepublik: rund 61 Millionen) ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland. Die Bevölkerungsdichte ist mit 490 Menschen je Quadratkilometer doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Über dem Durchschnitt liegt auch die Arbeitslosenquote, sie erreichte Ende April 11 Prozent, verglichen mit 9,3 Prozent in der gesamten Bundesrepublik. Im Ruhrgebiet allein betrug die Quote 14,7 Prozent.

Trotz überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit trug das Land fast entsprechend seinem Bevölkerungsanteil zum Sozialprodukt bei. Auch die Wachstumsrate hielt sich 1984 mit 2,6 Prozent im Bundesdurchschnitt.

Über dem Durchschnitt liegt nach wie vor die Nettoproduktion je Beschäftigtem, die im verarbeitenden Gewerbe 85 000 (Bundesrepublik: 83 500) Mark – beides zu Preisen von 1980 – ausmachte. Und auch bei den Löhnen hinkt das Land nicht nach. Im Gegenteil, die Landeszentralbank registrierte für 1984 einen Vorsprung von vier Prozent.

Die Steuerkraft des Landes schließlich liegt ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt. Zum Gesamtaufkommen der Einkommen- und Umsatzsteuer trug Nordrhein-Westfalen 1983 mit 30,3 Prozent bei.