Hamburg ist in diesem Jahr Gastgeber von fünf touristischen Tagungen. Die Hansestadt verspricht sich davon eine Belebung ihres Bekanntheitsgrades als Reiseziel.

Von Mai an werden die Reise-Profis in Scharen nach Hamburg strömen. Den Auftakt macht vom 12. bis 14. die Deutsche Zentrale für Tourismus mit ihrem „German Travel Mart“, im Branchen-Jargon auch „DZT-Workshop“ genannt. In der Hansestadt gastiert diese Börse bereits zum zweiten Mal, ein Privileg, das keiner anderen deutschen Stadt zuvor beschieden war.

300 internationale Besucher stehen ins Haus, dazu kommen rund 250 Reiseanbieter aus der Bundesrepublik. Die Stadt Hamburg wird das Abschiedsfest ausrichten. Sie hat überdies eine Reihe von Fahrten von und nach dem Reisemarkt organisiert, bei denen Deutschlands Norden zu erkunden ist.

Ebenfalls im Mai kommt der Bund der Omnibusunternehmer (BdO) zu seiner Jahreshauptversammlung an die Elbe, 500 Unternehmer haben sich angemeldet. Sie sind besonders willkommen: 200 000 Hamburg-Besucher reisen jährlich mit dem Omnibus an.

Aus Übersee macht sich eine weitere Organisation zu ihrer jährlichen „International Conference“ auf den Weg nach Norddeutschland. Die Association of Retail Travel Agencies (ARTA) ist mit ihren 3000 Mitgliedern die zweitgrößte Reisebüro-Organisation der USA. Den 400 Teilnehmern, die vom 12. bis zum 17. August ihre Geschäftsfragen diskutieren, sollen zur Abwechslung Stadtbesichtigungen und Ausflüge ins niedersächsische und schleswig-holsteinische Umland geboten werden.

„Viel Ehre für Hamburg“ versprechen sich die städtischen Fremdenverkehrs-Organisationen vom „Annual General Meeting“ der IATA. Zwischen dem 27. und dem 30. Oktober werden rund 600 Experten der Lüfte im Congress Centrum Hamburg (CCH) tagen. Auch sie bekommen zwischendurch Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten an Alster und Elbe zu erkunden.

Der Hamburger November (10. bis 13.) schließlich gehört dem Deutschen Reisebüro-Verband. Da es sich um eine „reine Arbeitstagung“ handelt, wird das Wetter wohl kaum eine Rolle spielen. Damit die Stimmung freilich nicht allzu trübe wird, soll Hamburg einmal von seiner „Entertainment-Seite“ vorgeführt werden. Zu diesem Zweck wird an einem Abend eine Innenstadt-Passage für eine „Hamburg Party“ abgeschlossen, zu der die Stadt und DIE ZEIT einladen. Die DRV-Kongreßbesucher feiern dann unter sich und unterm Glasdach. Isolde von Mersi