Die Industrieproduktion ist im März saisonbereinigt auf dem Niveau des Vormonats geblieben, das ergaben vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Bei den endgültigen Zahlen könnte es nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums aber noch eine Korrektur nach oben um ein Pro-Januar gab es für das produzierende Gewerbe einen Rückgang der Erzeugung um ein Prozent. Die Ursache hierfür liegt vor allem im starken Rückgang der Bautätigkeit, die im Zwei-Monatsvergleich gleich 15,5 Prozent einbüßte.

Unzufrieden mit der Ertragssituation in ihrer Branche sind die deutschen Brauer. Ein extrem scharfer Wettbewerb und stagnierende Bierpreise engten die Spielräume der Brauereien drastisch ein, so daß erforderliche Preiserhöhungen kaum durchsetzbar seien. Die 1240 Braustätten verzeichneten 1984 einen Ausstoßrückgang von 2,5 Prozent, 2,4 Millionen Hektoliter weniger als im Vorjahr. Jährlich produzieren die deutschen Brauereien zusammen 92,6 Millionen Hektoliter mit einem Umsatzwert von rund 14 Milliarden Mark.

Im April ging die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik um 169 800 auf 2,3 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,3 Prozent nach zehn Prozent im März. Dennoch ist der Stand der Arbeitslosigkeit der höchste in einem Monat April seit der Währungsreform 1948.

Bis zum Jahr 2000 wird sich die Zahl der erwerbsfähigen Hochschulabsolventen in der Bundesrepublik fast verdoppeln auf vier Millionen. 1980 waren es noch 2,2 Millionen. Damit müßten fast zwei Millionen neue Arbeitsplätze für die höher Qualifizierten geschaffen werden. Nach Ansicht der Vizepräwerden. der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit, Ursula Engelen-Kefer, wird ein qualifizierter Abschluß immer mehr eine Grundvoraussetzung für eine Berufschance sein, auch wenn er nicht mehr automatisch in eine attraktive und privilegierte Position einmünde.

Erstmals seit 1980 hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Beschäftigten bei den Handwerksbetrieben wieder erhöht. 1984 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei den selbständigen Handwerksbetrieben durchschnittlich 3,7 Millionen Mitarbeiter beschäftigt gewesen, 0,2 Prozent mehr als 1983.