DIE ZEIT

Exzentrisch

Weil in Amerika nicht nur die einschlägigen Fernsehserien länger, sondern auch die Dollarvermögen größer sind, geht der Streit im Hause reicher Leute dort nicht um so lumpige Beträge wie bei den Dorniers.

Lahme Ente

Die Heimkehr fiel für ihn nicht erfreulicher aus als der Abschied: Beide Male mußte Ronald Reagan herbe Kritik einstecken. Begleitete ihn am Anfang Empörung über das geplante Programm, vor allem den Besuch in Bitburg, so empfing ihn zum Schluß Enttäuschung wegen mangelnder Erfolge.

Froschschutz

Gute Nachrichten im Naturschutz sind so selten wie vom Aussterben bedrohte Tier-1 Pflanzenarten häufig. Im Mai kam eine gute Nachricht für gefährdete Spezies aus Buenos Aires.

Warnzeichen aus der Provinz

Nach dem Wahlsieg der SPD in Nordrhein-Westfalen: Das Geschäft der Bonner Koalition wird schwieriger / Von Rolf Zundel

Geduld lohnt sich

Die Feierlichkeiten, die in dieser Woche die Außenminister Shultz und Gromyko in Wien zusammenbringen, gedenken eines Glücksfalls für Österreich, dreißig Jahre ungeteilter Souveränität.

Zeitspiegel

Anders als der Falkland-Krieg scheint die Seeschlacht um Rockall abgewendet werden zu können. Großbritannien und Dänemark streiten um ein unbewohntes Eiland im Nordatlantik, auf halber Höhe zwischen Irland und Island.

Denis Thatcher wurde siebzig: Der Eisernen Lady braver Ritter

Die konservative Times lichtete beide im Büstenformat ab. Der erzkonservative Daily Telegraph setzte beim gleichen Photo die Schere an der Gürtellinie an und enthüllte dadurch, daß Denis und Margaret Thatcher im Garten von Downing Street 10 nicht etwa Händchen à la Ronald und Nancy hielten, als sie sich zum Jubelbild stellten.

Nahost: Auf Rundreise

Recht umständlich soll nach ägyptischen und amerikanischen Vorstellungen der "Friedensprozeß" im Nahen Osten wieder in Gang kommen: Washington, der mächtige Protektor Israels, soll danach mit einer gemischten jordanisch-palästinensischen Delegation über die Möglichkeit arabischer Verhandlungen mit den Israelis (direkt oder im Rahmen einer internationalen Nahostkonferenz) reden.

Kreisky: Eine Sternstunde der Weltpolitik

Österreich feiert den 30. Jahrestag seiner Souveränität. Der frühere Bundeskanzler Bruno Kreisky, 1955 als Staatssekretär im Wiener Außenministerium an den Verhandlungen zum Staatsvertrag beteiligt, berichtete im österreichischen Fernsehen über den Weg seines Landes in der Nachkriegszeit.

Italien: Craxis Erfolg

Die Regierungskoalition von Christdemokraten, Sozialisten, Republikanern, Sozialdemokraten und liberalen ging gestärkt aus den italienischen Regional- und Kommunalwahlen hervor.

BONNER BÜHNE: Sie schaden unserem Volk!

Auch wenn die Legende die Beziehungen zwischen Helmut Kohl und Willy Brandt ein wenig verklärt: Einerseits ist es eine "Männerfreundschaft" nach Kohls Begriffen nie gewesen, andererseits haben die beiden in großen Zeitabständen doch immer mal wieder ein Gläschen Rotwein miteinander getrunken.

Sparmaßnahmen: Im Theater zu Hause

Bitteschön: 84 Jahre sind doch kein Alter, um entlassen zu werden. "Ich bin noch viel zu lebendig, um aufzuhören." Das findet Anny Hencke, eben 84 Jahre alt, und wer wollte ihr widersprechen, so präzise und entschieden sie ihre Sicht der Dinge darstellt.

Prozeß wegen Totschlags: Tristes Leben

gerin und Staatsanwalt schon vor Prozeßbeginn fest, daß es sich bei dem anstehenden Verfahren um eine reine Routinesache handelt: "Ein unkomplizierter Fall.

Radfahrer im Nacken

In Altona an der Elbe, zwischen Neumühlen und Blankenese, gibt es einen der schönsten Wanderwege in Deutschland. Er war bisher nur Fußgängern vorbehalten; obwohl Radfahrer den schmalen Weg vor den Lotsenhäusern in Oevelgönne immer schon freizuklingeln versuchten.

Streit um die Kasse

Nach dem Wahldebakel wird der Kampf um eine vorgezogene Steuersenkung erst richtig losgehen

Sprecherausschüsse: Neue Arbeit

Mit großen Worten sind Gewerkschafter schnell bei der Hand. Und so sieht denn DGB-Vorstandsmitglied Siegfried Bleicher schon die "Arbeits- und Sozialbeziehungen nachhaltig erschüttert", wenn in den Unternehmen Sprecherausschüsse der Leitenden Angestellten gesetzlich eingeführt werden.

Bonner Kulisse

An Argumenten fehlt es nicht, sie ändern sich mit den Umständen. Erst sollten die Biomasse und die sogenannten Industriepflanzen mit Subventionen gefördert werden, weil sie uns mehr Unabhängigkeit vom Energie- und Ronstofflieferanten Erdöl verschaffen können.

Agrarpreise: Bremser aus Bonn

Vielleicht hat der Bundeslandwirtschaftsminister in dem Augenblick, in dem diese Zeilen gedruckt werden, seinen Standpunkt in der Europäischen Gemeinschaft (EG) durchsetzen können, nachgegeben oder – ganz schlimm – das Veto der Bundesrepublik gegen seine Senkung des EG-Getreidepreises eingelegt.

Tarifpolitik: Do it yourself

Dieter Kirchner, der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, hat eine Rede gehalten, von der er meint, daß nicht nur die unmittelbaren Zuhörer davon profitieren sollten.

Welthandelsrunde: Neuer Angriff auf das Laster

Anfang dieser Woche trifft sich beim Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (Gatt) in Genf die Consultative Group of 18, eine Gruppe hoher Beamter, die für die Handelspolitik ihrer Länder zuständig sind.

Schweden: Zwickmühle

Die im allgemeinen als friedlich geltenden Skandinavier machen derzeit durch erbittert ausgetragene Sozialkonflikte auf sich aufmerksam.

Krauss-Maffei: Endlich die richtigen Freier?

Im dritten Anlauf wollen jetzt der Luft- und Raumfahrt-Konzern Messerschmitt-Bölkow-Blohm und seine Partner die Münchner Panzerschmiede Krauss-Maffei AG unter ihre Kontrolle bringen.

Ruhelos im Untergrund

Darüber, ob der Vorruhestand zumindest zahlenmäßig doch noch ein Erfolg wird oder ob es gar nicht so viele Menschen gibt, die vorzeitig aus dem Arbeitsleben verabschiedet werden wollen, läßt sich trefflich streiten – aber wozu? Prognosen sind in diesem Fall besonders schwierig.

Akt der Solidarität

In der ZEIT vom 26. April wird die Vorruhestandsregelung als ein "erfreulicher Mißerfolg" kritisiert. Wolfgang Vogt, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, antwortet auf die Kritik.

Lufthansa: Der Flug findet am Boden statt

Wer in der Bundesrepublik davon träumte, irgendwann als Pilot im Cockpit eines Lufthansajets zu sitzen, mußte diesen Wunsch in den letzten Jahren vergessen.

Privatisierung: "Nichts ist heilig"

Wer ist die treibende Kraft hinter dem Privatisierungsprogramm, durch das seit 1979 Unternehmen und Beteiligungen im Wert von fünf Milliarden Pfund aus dem staatlichen Bereich entlassen wurden? Ist es der Industrieminister, der sich davon schärferen Wettbewerb, höhere Leistungsfähigkeit und mehr Rücksicht auf die Kunden verspricht? Oder der Finanzminister, der mit den Einnahmen seine Kasse füllen will? Oder die Chefin, die Privatisierung als eine der treibenden Kräfte der konservativen Revolution versteht? Nein, "die Seele der Privatisierung" ist nach dem Daily Telegraph niemand anders als Denis Thatcher, Ehemann der Premierministerin, dem die Zeitung zu seinem siebzigsten Geburtstag einen Leitartikel widmete.

ZEITRAFFER

Im April ist die Teuerungsrate in der Bundesrepublik unverändert bei 2,5 Prozent geblieben. Kräftig verteuert hatten sich vor allem Frischobst, Frischfisch und Frischgemüse sowie Kaffee und Kraftstoffe.

DEVISENSELLER

Gegenüber dem Dollar besteht nach wie vor eine vorsichtige Zurückhaltung. Man wartet auf die ausstehende Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten für den April.

MANAGER UND MÄRKTE

Ist das der Abschied des langjährigen Champions von der Spitze? Der japanische Motorrad-Branchenriese Honda verfehlte wieder Platz eins in der monatlichen Zulassungsstatistik.

Kaffee: Kampf um jeden Kunden

Horst Pastuszek, Vorstandsmitglied des Hamburger Kaffeerösters und -filialisten Tchibo, gibt sich hanseatisch zurückhaltend: "Wir sind noch im Experimentierstadium, das sind alles Ansätze, erst im Herbst werden wir eine erste interne Bilanz aufmachen".

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