1982: Abkopplung der Erhöhung der Regelsätze nach dem Bundessozialhilfegesetz von der allgemeinen Preissteigerungsrate. Die Folge: Die Sätze stiegen 1982 um drei Prozent, die Inflationsrate aber lag bei 5,5 Prozent. Arbeitsförderungsgesetz: Anrecht auf Arbeitslosengeld hat nur noch jemand, der in den vergangenen Jahren mindestens zwölf Monate (früh er sechs) beitragspflichtig beschäftigt war. Arbeitslosenhilfe erhält nur der, der mindestens 150 Tage (früher 70) Beiträge geleistet hat. Überstundenzuschläge, Weihnachts- und Urlaubsgeld werden nicht mehr berücksichtigt. Die Folge: Die Höhe des Arbeitslosengeldes schrumpft von nominal 68 Prozent auf rund 61 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

1983: Kürzung der Bezugszeit beim Arbeitslosengeld von 26 auf 17 Wochen bei einjähriger und von 52 auf 35 Wochen bei zweijähriger Beitragszeit. Erhöhung des Regelsatzes der Sozialhilfeempfänger um 2 Prozent wird um 6 Monate auf den 1. 7. 1983 verschoben. Die Folge: Die Anhebung liegt aufs Jahr umgerechnet bei einem Prozent, die Preissteigerungen bei 3,5 Prozent.

1984: Kürzung des Arbeitslosen-, Kurzarbeiter- und Schlechtwettergeldes für kinderlose Leistungsempfänger von 68 auf 63 Prozent des letzten Nettogehaltes, faktisch sind das nur noch 56,9 Prozent des früheren Nettogehaltes. Kürzung der Arbeitslosenhilfe für Ledige von 58 auf 56 Prozent, faktisch auf 50,6 Prozent des einstigen Nettoentgelts. Senkung des Arbeitslosengeldes für Jugendliche, die nach der Ausbildung keinen Job bekommen durch Reduzierung der Bemessungsgrenze. Früher waren es 75, jetzt sind es 50 Prozent des theoretisch erreichbaren Anfangsgehalts.