Nein, natürlich nicht, so etwas wie Ende März wird nämlich nicht wieder vorkommen, denn nunmehr wacht bei künftigen Versuchen eine zweite fachkundige Aufsichtsperson über die privat-wirtschaflichen Waffentester. "Damit machen wir Fehler noch viel, viel unwahrscheinlicher", sagt Staatssekretär Würzbach.

Im übrigen möchte der hohe Vertreter des Verteidigungsministeriums die Gelegenheit nutzen und sich bei der Bevölkerung für das Verständnis bedanken, das der Arbeit auf der Erprobungsstelle entgegengebracht werde. "Stimmt doch alles gar nicht", ruft da der wortgewaltige Fischer Heinz Hamann dazwischen und meint empört: "Wer sagt, in Zukunft passiert da nichts mehr, ist ein großer Vollidiot und sonst gar nichts. Menschenverdummung ist das hier."

Da fühlt sich Peter Kurt Würzbach nicht angesprochen, aber bei der Frage, wie denn die Schießübungen mit dem von der schleswig-holsteinischen Landesregierung angestrebten Nationalpark Wattenmeer zu vereinbaren seien, muß er einräumen: "Das ist ein Problempunkt in diesem großartigen Umweltvorhaben. Wie überall im Leben, muß hier ein Kompromiß gefunden werden."

Und wie dieser auszusehen hat – daran läßt der Staatssekretär gar keine Zweifel aufkommen: "Klar ist, daß wir die Erprobungsstelle nicht dichtmachen." Hans-Ulrich Stoldt