Unter der Vielzahl bedrohter Arten findet sich die Wasserspitzmaus. Irreführende Bezeichnung: denn die Maus ist keine Maus, sondern ein Raubtier. Es lebt am Wasser und ist mit der rapide zunehmenden Verschmutzung der Gewässer in Bedrängnis geraten. Störung des ökologischen Gleichgewichts bedeutet für diesen kleinen Insektenfresser das Todesurteil. Genauso wie für Luchs, Biber, Otter, Birkhuhn, Greifvögel, Schleiereule, Uferschwalbe, Schmetterlinge und Amphibien. Sachkundige Autoren geben in dem vorzüglichen Taschenbuch –

"Tierleben aktuell – Porträts bedrohter Tiere"; dtv 10421, Deutscher Taschenbuch Verlag, München; 158 S., 14,80 DM

die Beschreibung von Tieren, die zur "Roten Liste" zählen, jener traurigen Statistik über stark gefährdete Arten. Dieses Sachbuch ist hervorragend ausgestattet: Photos, Graphik und farbige Illustrationen begleiten die Texte – eine Sammlung der interessantesten Beiträge aus der Zeitschrift "natur".

In derselben Reihe sind Essays erschienen, die sich kritisch auseinandersetzen mit dem Verhältnis Mensch-Natur. Zehn Beiträge zehn bekannter Autoren von Rang. Diese Aufsätze sollen Umdenken bewirken angesichts einer Umweltkatastrophe, auf die der Mensch, "das unangepaßte Tier", systematisch zusteuert –

"Natur-Denkstücke – Über den Menschen, das unangepaßte Tier"; dtv 10422, Deutscher Taschenbuch Verlag, München; 178 S., 9,80 DM.

Zwei Veröffentlichungen, die für jeden interessierten Jugendlichen Pflicntlektüre sein sollten.

U. B.