Um diesen dritten Wunsch geht es. Und um Schorschis dringendes Bedürfnis, über sein Glück mit andern reden zu können. Denn die Eltern entfallen; die haben andere Sorgen. Und nicht den leisesten Hauch von Verständnis. Nur wieder den auf Zuwachs berechneten Pullover, den sie ihm zu jedem Geburtstag verehren. Auch Schorschis Freund Moschi spurt nicht so, wie er soll. Für ihn ist der Gasableser der Dschinn. Was jener nun wieder so gar nicht verträgt; typisch fernsehüberfüttert, die Jungens. Und die Verkäuferin in der Hutabteilung, wohin Schorschi die Mutter lustlös begleitet, sie findet sogar, so Freunde, wie Schorschi da im Krug einen hätte, die kämen und gingen. Ein liebendes Mutterherz jedenfalls stelle sie tausendmal höher. Nun, wir wissen Bescheid. Bleibt noch der Fahrstuhlführer im Kaufhaus. Pechvogel, der er aus Veranlagung ist, glaubt er Schorschi aufs Wort. Er solle ihm Glück wünschen. Schorschi wünscht es dem Mann.

Das seine jedoch ist auch schon besiegelt. Nicht, daß Schorschi über den dritten Wunsch noch nicht genügend nachgedacht hätte. Er war sogar auf den Gedanken verfallen, sich normal einen Krug mit einem Dschinn drin zu wünschen. Auch an eine Million Dollar hatte er flüchtig gedacht. Doch eben auch an vieles andere mehr. Es ist natürlich die Mutter, die da unwissend Abhilfe schafft. Sie entstöpselt fahrig den Krug, um vielleicht ihrem Waldmeisterpudding noch etwas hinzufügen zu können. Paff, steht der Dschinn in der Küche. "Na, los, was wünschst du dir?" fragte der Dschinn ungehalten. "Beeil dich. Ich habe meine Zeit nicht gestohlen."

Ist dies das Motto, dem Weltreiche ihr Entstehen verdanken? Nein. Dies ist die banale Aufforderung, keine Zeit zu vertrödeln. Worauf kommt man da wohl? Auf nichts als erpreßte Korrektheit zuletzt:

"Ich wollte, auf meinem Geburtstagskuchen wäre mein Name drauf

"Er ist drauf sagte der Dschinn.

Und richtig:"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Schorschi", ist auf dem Kuchen vermerkt. Im Grunde doch enorm suggestiv. Aber Schorschis Verhalten läßt eine theologische Deutung zunächst in den Hintergrund treten. "Schorschi setzte sichan den Küchentisch. Er zündete die Kerzen auf seinem Geburtstagskuchen an. Dann holte er ganz tief Luft, wünschte sich etwas und pustete die Kerzen aus. So! Er war sicher, sein Wunsch würde in Erfüllung gehen."