Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich das wirtschaftliche Wachstum in der Bundesrepublik deutlich verlangsamt. Das Bruttosozialprodukt erhöhte sich nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um real 0,4 Prozent. In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte der Zuwachs noch bei real jeweils 2,9 Prozent gelegen. Der Grund für das sehr schwache Wachstum liegt vor allem im extrem strengen Winter.

Die Teuerungsrate in der Bundesrepublik ist seit nun drei Monaten unverändert bei 2,5 Prozent. Diese Angabe machte das Statistische Bundesamt für den Monat Mai. Teurer wurden im Vergleich zum Vorjahr Obst, Frischgemüse und Fisch sowie Kraftstoffe, ferner Margarine, Kaffee und Schuhe, billiger wurden Kartoffeln, Eier und Butter sowie Fernsehgeräte. Der Teilindex für Mieten und Garagen stieg mit 3,4 Prozent auch im Mai überdurchschnittlich.

Im April schloß die deutsche Leistungsbilanz mit einem Überschuß von 3,7 Milliarden Mark. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank hatte dieses zusammengefaßte Ergebnis von Außenhandel, Dienstleistungen und Übertragungen im März mit einem Plus von 2,6 Milliarden Mark abgeschlossen.

Letztes Jahr wurden nahezu drei Millionen Hektoliter deutschen Weines exportiert, 24 Prozent mehr als 1983. Damit sind nach Angaben des Deutschen Weininstituts rund 30 Prozent einer durchschnittlichen Ernte ins Ausland gegangen. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der deutsche Weinexport verfünffacht. Rund zwei Drittel der Exporte geht in die benachbarten Länder der Europäischen Gemeinschaft, allein 46 Prozent nach Großbritannien.