Ob bei Bauarbeiten, Ernteeinsätzen oder Altenbetreuung – verdienen können die Jugendlichen nichts, die während der Ferien in einem Workcamp arbeiten; wohl aber Menschen anderer Völker kennenlernen, denn die Gruppen sind meist international.

In den Dienst des Friedens hat der Service Civil International (Deutscher Zweig e. V., Blücherstraße 14, 5300 Bonn 1) seine Einsätze gestellt. Jugendliche aus Ost und West können beispielsweise in Camps gemeinsam leben, lernen und arbeiten: Etwa zehn bis zwölf Jueendlager in der Bundesrepublik laden junge Osteuropäer ein; freiwillige Helfer aus der Bundesrepublik reisen zu einem zwei- bis vierwöchigen Einsatz nach Osteuropa. Gearbeitet wird täglich fünf bis sieben Stunden vor allem in der Landwirtschaft, beim Umwelt- und Naturschutz sowie bei der Renovierung und beim Bau von Gedenkstätten (Mindestalter für Inlandcamps: 16 Jahre, für Auslandscamps: 18 Jahre). Wer sich für einen Einsatz im Inland anmeldet, zahlt 80 Mark Gebühr, für das Ausland 100 Mark. Unterkunft und Verpflegung sind frei; die Reise muß selbst bezahlt und organisiert werden. Das umfangreiche SCI-Programm kann gegen Einsendung von 1,50 Mark (in Briefmarken) angefordert werden.

"Frieden durch Freundschaft" ist das Motto des Aufbauwerks der Jugend e. V. (Zur Kalkkaute 21, 3550 Marburg). "Frieden machen lernen" sollen Camp-Worker beim Christlichen Friedensdienst (Rendeler Straße 9-11, 6000 Frankfurt 60). In diesem Sommer werden unter anderem Freiwillige für Einsätze in der Türkei gesucht. Im Camp in Safranbulo treffen sich beispielsweise Jugendliche aus ganz Europa, die nach einem Vorbereitungswochenende in Brüssel in dem traditionellen Dorf zwei Wochen lang alte Häuser ausbessern. 90 Mark Anmeldegebühr sind zu zahlen. Verpflegung und Unterkunft sind frei, für die Reise müssen die Jugendlichen (ab 18 Jahre) selbst sorgen.

Auch in den Workcamps der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (Kaiserstraße 43, 5300 Bonn 1) treffen sich junge Menschen aus ganz Europa. In Zeilitzheim nahe Würzburg sollen sie bei Renovierungsarbeiten in einem heruntergekommenen Schloß aus dem 17. Jahrhundert mit anpacken. Rund 30 Stunden werden pro Woche gearbeitet, drei Wochen leben die Jugendlichen in einer internationalen Gruppe. Die Anmeldegebühr beträgt 85 Mark, Unterkunft, Verpflegung und Versicherung inklusive. Die Reise muß selbst organisiert und bezahlt werden.

Hilfsdienstlager organisiert auch die Nothelfergemeinschaft der Freunde e. V. (Auf der Körnerwiese 6, 6000 Frankfurt 1). Außer in Deutschland können sich Jugendliche ab 18 Jahre in einem Camp im Schweizer Ort Pratteln zu Ausbau- und Instandsetzungsarbeiten in der Freien Waldorfschule treffen. Von der Teilnehmergebühr in Höhe von 50 Mark werden 40 Mark als Reisekostenzuschuß zurückerstattet.

Bei den zwei- bis vierwöchigen Einsätzen des Internationalen Bauordens (Deutscher Zweig e. V., Postfach 7 70, 6520 Worms) arbeiten die jugendlichen Helfer vor allem auf Baustellen und bei Renovierungen in Heimen, Schulen und Begegnungsstätten. Zahlen müssen die Teilnehmer je nach Einsatzland zwischen 120 und 300 Mark. Die Reisekosten werden vom Bauorden übernommen, die Anmeldegebühr von 60 Mark wird verrechnet.

Die Organisation Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e. V. (Schlosserstraße 28, 7000 Stuttgart 1) vermittelt beispielsweise auch Plätze in Workcamps auf den Färöern, wo die jungen Leute in Sorvag/Sorvagur bei Naturschutzarbeiten eingesetzt werden. Die Anmeldegebühr beträgt 90 Mark, hinzu kommen 2000 Dänische Kronen für die Bootsfahrt zu den Insein. Unterkunft und Verpflegung sind kostenlos. Deutsche Helfer, die an Diensten im Ausland teilnehmen, erhalten im Herbst einen Teil des Fahrgeldes zurück,