Einige erboste BMW-Fahrer und BMW-Händler beschwerten sich beim Bundesverband Freier Tankstellen (BFT). Grund: Ein Brief von BMW, in dem die Autofirma dazu riet, „nur Kraftstoff von solchen Anbietern zu tanken, die mit ihrem guten Ruf dafür bürgen, daß ihre Produkte jederzeit die DIN-Vorschrift in vollem Umfang erfüllen“.

Eine eindeutige Aufforderung, nur noch bei Markentankstellen Sprit zu kaufen, meinten die BMW-Fahrer und BMW-Händler, die darüber so sauer waren, weil sie selbst Freie Tankstellen betreiben.

Die Warnung der Autobauer fügt sich in eine Kampagne gegen minderwertigen Kraftstoff, die von den großen Olfirmen seit Monaten betrieben wird. BMW hatte guten Grund: „Die Autos einiger Kunden erlitten Motorschäden, weil das Benzin schlecht war.“

Die Freien Tankstellen fürchten wegen der Kampagne um ihren Ruf und um den Absatz. Völlig zu Unrecht, wie der BFT meint, weil sie doch achtzig bis neunzig Prozent ihrer Ware von deutschen Raffinerien beziehen, die den qualitätsbewußten Ölkonzernen gehören.

BMW bekam deshalb schon eine Abmahnung, worin gefordert wurde, künftig solche diskriminierenden Rundschreiben nicht mehr zu verschicken.

Der Zorn der Benzin- und Autobranche richtet sich eigentlich gegen diejenigen Supermärkte, die Treibstoff aus dem Ostblock beziehen und mit ihren Kampfpreisen Kunden erst an ihre Tankstellen und dann in ihre Läden locken wollen.

*Die Berliner Firma Sonnenschein, die der Familie des Bundespostministers Christian Schwarz-Schilling (CDU) gehört, darf vorläufig ihre Batterie-Produktion weiterführen. Das Berliner Oberverwaltungsgericht hat eine entgegengesetzte Verfügung des Verwaltungsgerichts aufgehoben.