Die SPD-Regierung des Saarlands hat den Extremistenbeschluß von 1972 aufgehoben. Künftig soll niemandem allein wegen der Mitgliedschaft in einer radikalen, aber nicht verbotenen Partei der Zugang zum öffentlichen Dienst verwehrt werden.

Bei der am 6. Juni in der Nähe von São Paulo exhumierten Leiche handelt es sich nach dem Urteil brasilianischer, amerikanischer und deutscher Gerichtsmediziner mit „angemessener wissenschaftlicher Sicherheit“ um den KZ-Arzt Josef Mengele.

Der norwegische Ex-Diplomat Arne Treholt wurde in Oslo zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt – der längsten Haftstrafe, die in Norwegen jemals gegen einen Agenten verhängt wurde. Treholt wurde für schuldig befunden, neun Jahre lang geheime Nato-Unterlagen an den sowjetischen Geheimdienst weitergegeben zu haben.

Tage Erlander, von 1946 bis 1969 schwedischer Ministerpräsident, starb im Alter von 84 Jahren. Mit weitreichenden Reformen im Erziehungs- und Gesundheitswesen, bei der Familien- und Arbeitsgesetzgebung und bei der Altersversicherung stellten Schwedens Sozialdemokraten während Erlanders 23jähriger Regierungszeit die Weichen zum bürokratisch perfektionierten Wohlfahrtsstaat.

Portugals sozialistischer Ministerpräsident Mario Soares reichte knapp zwei Wochen nach dem Austritt der Sozialdemokraten aus der Regierungskoalition seinen Rücktritt ein.

Bei Parlamentswahlen im türkischen Teil des geteilten Zypern siegten die konservativen Anhänger des Präsidenten Rauf Denktasch mit großer Mehrheit.

Bei einer Serie von Bombenanschlägen im Himalaja-Königreich Nepal kamen sieben Menschen ums Leben.