Gegenwärtig sind sich alle Kräfte im Libanon, ebenso die verfeindeten Nachbarn Israel und Syrien, einig, daß es kein Zurück zu den Zuständen vor dem 6. Juni 1982 (dem Tag der israelischen Invasion) geben darf: Damals bildete die PLO einen Staat im Staat.

Amal (Hoffnung): Miliz der schiitischen Muslime; geführt von Nabih Bern, der gleichzeitig Justizminister im (machtlosen) Kabinett und Beauftragter für den Südlibaon, das Hauptsiedlungsgebiet der Schiiten, ist. Radikalere Ableger: die „Hizbollah“ (Partei Gottes) und die „Islamische Amal“, die eng mit iranischen „Revolutionswächtern“ zusammenarbeiten.

Lebanese Forces (Libanesische Streitkräfte): Selbstgewählte Bezeichnung der christlichen Milizen, die überwiegend aus maronitischen Falangisten bestehen. Ableger ist die von Israel finanzierte „Südlibanesische Armee“ unter General Antoine Lahad (früher Major Haddad).

Palästinenser: Anhänger des PLO-Chefs Jassir Arafat, zusammengeschlossen in der Al-Fatah. Und – als Gegner – die „Front zur nationalen Rettung Palästinas“, die sich in Damaskus zusammengeschlossen hat und unter Einfluß Syriens und Libyens steht.

Drusen-Milizen (vor allem im Schouf-Gebirge): Ihr Führer Walid Dschumblatt ist Tourismusminister im Kabinett; seine Milizen halten einen strategisch wichtigen Korridor südlich Beiruts bis zum Mittelmeer.

Mourabitoun: Überwiegend sunnitisch-muslimische Stadtguerilla in Westbeirut, von der Amal weitgehend zerschlagen.

Libanesische Armee (reguläre Armee): Sie ist konfessionell gespalten. Die 6. (schiitische) Brigade kämpft mit der Amal, die 8. (christliche) mit den Falangisten.

Syrische Interventionsarmee: Etwa 25 000 Mann, die im Norden und Osten Libanons stehen.