Zwei Namensänderungen gingen im Veba-Konzern glatt über die Bühne, bei der dritten gibt es Geburtswehen. Die in Essen ansässige und bisher direkt der Konzernspitze unterstellte Veba-Glas AG erhielt ihren Traditionsnamen Ruhrzurück und Wurde der Veba-Tochter Stinnes AG zugeordnet, deren Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Knauer mit dem Hohlglashersteller bestens vertraut ist: Ehe er Chef bei Stinnes wurde, war Knauer Vorstandsvorsitzender bei Veba-Glas.

Namensänderung Nummer zwei fand bei der Chemischen Werke Hüls AG (CWH) statt. Dem Brauch der IG-Farben-Nachfolger BASF, Bayer und Hoechst folgend, die auch alles auf die Chemie hinweisende aus ihren Namen gestrichen haben, heißt das Unternehmen nun nur noch schlicht Hüls AG.

So einfach geht es im dritten Fall nicht. Gesucht wird ein neuer Name für die norddeutschen Stromgesellschaften Nordwestdeutsche Kraftwerke AG (NWK) in Hamburg und Preußische Elektrizitäts-AG (Preußenelektra) in Hannover, die demnächst miteinander verschmolzen werden. Dem allgegenwärtigen Konzernchef Rudolf v. Bennigsen schwebte zwar schon einmalden Name Nordwest-Elektra vor, er mochte ihn der Tochter aber wohl nicht aufzwingen, zumal er selbst auch nicht so ganz begeistert davon ist.

Helfen soll nun das schweizerische Beratungsunternehmen Zintzmayer & Lux, das im Auftrag der Stromerzeuger Mitarbeiter, Kunden und Umfeld der beiden Unternehmen befragt. Ob der Rat von Zintzmayer & Lux gut ist oder nicht – teuer ist er auf jeden Fall.

Noch wehrt der Arzneimittel-Multi sich mit allen Mitteln gegen die Konkurrenz, doch die Gegner haben einen neuen Verbündeten bekommen: Das Bundeskartellamt ermittelt gegen die Bayer AG in Leverkusen wegen mißbräuchlich überhöhter Preise für den Umsatzrenner Adalat. Das Herzmittel ist mit rund zweihundert Millionen Mark Umsatz Deutschlands am besten verkauftes Medikament.

Daß Bayer die Preise jahrelang zu hoch gehalten hat, wurde offenbar, als im März dieses Jahres die Patente für den Wirkstoff ausliefen. Sofort kamen Konkurrenten auf den Markt, die den gleichen Stoff unter anderen Marken zum halben Preis anboten.

Müssen die Krankenkassen für hundert Kapseln Adalat 110,55 Mark bezahlen, so kostet sie das Konkurrenzpräparat Nifedipin Stada von der Bad Vilbeler Pharmafirma Stada AG nur 59,90 Mark. Bayer versuchte den Verkauf der Konkurrenzprodukte durch einstweilige Verfügungen gegen die Wettbewerber zu behindern. Doch gegen die vereinte Macht von Konkurrenten und Kartellamt wird der Multi den Wettbewerb am Pharmamarkt auf Dauer kaum ausschalten können.