Der Elektrokonzern Siemens demonstriert Selbstbewußtsein. Als Vorstandsvorsitzender Karlheinz Kaske gefragt wurde, ob sein Unternehmen daran interessiert sei, sich an dem amerikanischen SDI-Programm zu beteiligen, da reagierte er unverhohlen positiv, auch wenn er die Einschränkung machte, daß zunächst auf politischer Ebene entschieden werden müßte.

Kaske verglich Reagans Weltraumprogramm mit Kennedys Initiative „Mann auf dem Mond“ vor fünfundzwanzig Jahren, die damals einen gewaltigen Anstoß für die amerikanische Industrie gegeben habe. Damals sei Siemens in Amerika kaum präsent gewesen, heute habe der Konzern dort 15 500 Mitarbeiter in einer ganzen Reihe von Tochtergesellschaften, die den gleichen technologischen Standard hielten wie die US-Wettbewerber. Diese amerikanischen Töchter könnten auf jeden Fall am SDI mitwirken. „Ich kann amerikanische Staatsbürger doch nicht daran hindern“, meinte Kaske etwas flapsig.

Die deutsche Industrie, so sieht es aus, will unbeschadet aller damit verbundenen Problematik die Chance SDI nicht verpassen.